Lokalsport: Der VfB Lohberg tritt weiter auf der Stelle

Lokalsport : Der VfB Lohberg tritt weiter auf der Stelle

Fußball-Bezirksliga: Auch gegen den Mülheimer SV 07 unterlag der Tabellenletzte mit 0:2. Trainer Frosch unter Druck.

Auch gegen den Mülheimer SV 07 unterlag Fußball-Bezirksligist VfB Lohberg mit 0:2 (0:1). Die Situation beim Tabellenletzten passte gestern zum ungemütlichen Wetter. Aktuell ist kein Licht in Sicht.

Erneut verloren die Gelb-Schwarzen gegen eine keinesfalls herausragende Mannschaft. Die elfte Niederlage im 14. Auftritt war deshalb so unnötig, weil der VfB die defensiv zerzausten Mülheimer insbesondere in der zweiten Hälfte stark unter Beschuss setzte, allerdings ohne Erfolg. Lohberg scheiterte erneut am eigenen Unvermögen. "Wir haben diesmal wenige Fehler in der Defensive gemacht, dafür aber umso mehr vor dem gegnerischen Tor", sagte Trainer Patrick Frosch. "Wir hätten drei, vier Treffer erzielen müssen", stellte er überaus treffend fest. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Mohamad Al-Farra eine Großchance kläglich vergeben. Ihm gelang es nicht, den Ball aus zwei Metern ins leere Tor zu drücken. Im Gegenzug erzielte Pascal Roenz das 0:1 (43.). Und auch in der zweiten Spielhälfte verschoss der VfB beste Gelegenheiten, allen voran Orkay Güclü, Al-Farra und Stanley Andrud. Erneut Roenz traf für Mülheim (79.).

Der Status quo drückt aufs Gemüt. Trainer Frosch meinte: "Klar, wir sind verärgert über dieses Spiel." Dass sich mittlerweile Verzweiflung breitmache angesichts der prekären Ligakonstellation, verneinte er hingegen. Frosch sagte: "Panik ist ein schlechter Ratgeber." Und: "Wir können nur weiter an uns arbeiten, mehr geht gerade nicht. Die Jungs können es ja eigentlich."

Nur: Sie zeigen es lediglich fragmentarisch, wenn überhaupt. Auch der Trainer gerät so zwangsläufig ins Blickfeld. Sieben Punkte hat Frosch, der Nachfolger von Thomas Grefen, mit seinem Team in zehn Spielen errungen. "Wenn man wenige Punkte holt, hat man Druck", weiß Frosch. Er sagt: "Meine Arbeit müssen andere bewerten. Wenn man nicht mehr zufrieden sein sollte und zu dem Schluss kommt, dass ich einen schlechten Job mache, soll man mir das sagen. Dann ist das für mich in Ordnung."

Noch spürt Frosch das Vertrauen. Er geht fest davon aus, auch am Wochenende als VfB-Trainer vorweg zu gehen. Dann gegen Blau-Gelb Überruhr, den Tabellenführer. Erster gegen Letzter. Frosch sagt: "Aus den Möglichkeiten, die wir haben, versuchen wir das Beste zu machen." Sein Problem: Das Beste ist aktuell zu häufig nicht gut genug.

VfB: Danziger; Emde, Heuser (65. Krause), Orkay Güclü, Stelzer, Viltuznik, Orkan Güclü, Aktas (82. von Holst), Mikat, Theißen (55. Andrud), Al-Farra.

(L.E.)
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