Lokalsport: Der Tannenbusch wird zur Großbaustelle

Lokalsport : Der Tannenbusch wird zur Großbaustelle

Die Sanierung der Sportanlage der SV 08/29 Friedrichsfeld kann in Angriff genommen werden. Gesamtkosten von 3,98 Millionen Euro.

Anfang 2017 sollen die Bagger anrollen. Die Voerder Stadtverwaltung stellt in der heutigen Sitzung des Kultur- und Sportausschusses im Rathaus ihre Planung für die Sanierung der Sportanlage am Tannenbusch in Friedrichsfeld vor. Knapp neun Monate nach der Zusage des Bundesbauministeriums zur Förderung des Projekts mit knapp 3,6 Millionen Euro wird für die SV 08/29 damit die Aussicht auf ein erneuertes Zuhause endlich konkret und greifbar, nachdem der Verein noch 2015 im Anschluss an den geplatzten Umzug auf das ehemalige Babcock-Gelände zwischenzeitlich in eine düstere Zukunft geschaut hatte.

Insgesamt sind 3,98 Millionen Euro an Kosten für den Neubau der Platzanlagen und des Vereinsheims veranschlagt, zehn Prozent davon muss die Stadt Voerde aufbringen. Die Auszahlung der Fördersumme wird auf drei Jahre verteilt - noch in 2016 fließen rund 254 .000 Euro in die Stadtkasse, im Jahr 2017 1,5 Millionen und 2018, wenn die Anlage fertiggestellt sein soll, die restlichen 1,8 Millionen. Der städtische Eigenanteil beträgt in 2016 28. 000 Euro, in den Folgejahren 170. 000 beziehungsweise 200. 000 Euro.

Ziel der Maßnahme ist laut Stadtverwaltung, die Sportanlage "Am Tannenbusch" einerseits langfristig zu sichern und zukunftsfähig auszubauen. Darüber hinaus soll der Sportstandort zum Ortsteil- und Stadtteilzentrum ausgebaut werden. Dafür geht die Planung über eine reine Ertüchtigung der Altanlage hinaus. So werden zum Beispiel ein Spielfeld und die Gebäude nicht nur durch Neubauten ersetzt, sondern auch günstiger angeordnet als zuvor. "Eine moderne, barrierefreie Sportanlage soll entstehen, die zudem weitere Sport-, Freizeit-, und Begegnungsangebote für alle Bürger bietet", heißt es in der Beschreibung.

Der Rasenplatz, derzeit mit einer Asche-Laufbahn umgeben, soll zur Tartanbahn mit neuem Naturrasenplatz und neuen leichtathletischen Segmenten mit Kunststoffbelag erneuert und mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden. Der Ascheplatz wird aufgegeben und leicht versetzt ein Kunstrasenspielfeld neu errichtet. Einerseits ist letzteres dann von der Wohnbebauung am Tannenbusch weiter entfernt, zum anderen soll der Kunstrasenplatz künftig das Hauptspielfeld sein, zumal an ihm das Vereinsheim liegen wird. Auch der Kunstrasenplatz soll eine neue Flutlichtanlage bekommen. Nördlich des Kunstrasenplatzes entsteht eine kleine Gymnastikwiese.

In Verbindung mit der Spielfeldverlagerung erhält auch das Vereinsgebäude einen neuen Standort, der etwas näher an den Parkplätzen liegt und zudem sowohl von der Nordstraße als auch von der Straße Am Tannenbusch erreicht werden kann, ohne dass man in die Spielfeld- und Kampfbahnanlagenbereiche hineingehen muss. Damit die Sportanlage "Am Tannenbusch" künftig auch als Ortsteil-Treffpunkt genutzt werden kann, wird das Vereinsgebäude neben Umkleiden, WCs, Duschräumen, Büros, Schiedsrichter-, Lager- und Technikräumen auch zwei Mehrzweckräume mit Aufwärmküche bieten, etwa für Kurse, Veranstaltungen, Gesprächsrunden und Treffen unterschiedlichster Gruppen und Einzelpersonen. Zwischen den beiden künftigen Spielfeldern wird der Wall erhöht mit Stehtribüne und Sitzmöglichkeiten auf der Wallkrone.

Nach jetzigem Stand sind für Anfang 2017 die ersten Rodungsarbeiten vorgesehen. Nach dem Ende der Fußballsaison 2016/17 wird mit der Sanierung begonnen. Zunächst werden im kommenden Frühjahr das Vereinsgebäude und der Aschenplatz rückgebaut, um bis September 2017 den neuen Kunstrasenplatz zu errichten. Während der Übergangszeit nutzt die SV 08/29 den Rasenplatz am Tannenbusch sowie den Naturrasenplatz an der Heidestraße. Provisorische WCs werden während der Bauzeit bis zur Fertigstellung des neuen Vereinsheims auf der Sportanlage am Tannenbusch zur Verfügung gestellt, Umkleidemöglichkeiten gibt in der ehemaligen Parkschule.

(RP)
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