1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken
  4. Sport

Lokalsport: Der direkte Aufstieg in weiter Ferne

Lokalsport : Der direkte Aufstieg in weiter Ferne

Volleyball: Verbandsligist STV Hünxe kann den direkten Aufstieg nur schaffen, wenn die Reserve BW Dingden patzt. Doch Hünxes Trainer Georg Bodt spricht auch so von einer erfolgreichen Saison. Der Spaß ist zurück beim STV.

Behaupten die Volleyballerinnen der Reserve des SV Blau-Weiß Dingden die Tabellenspitze in der Verbandsliga 2? Oder schiebt sich der STV Hünxe auf der Saison-Zielgeraden doch noch einmal vorbei? Antworten wird das Wochenende bringen.

Die besseren Karten hat freilich das Team aus Hamminkeln. Punktgleich (38 Punkte) mit dem STV, verfügt die Reserve des Zweitligisten über insgesamt mehr Siege. "Dingden wird Platz eins behalten. Es sei denn, sie patzen. Es kann natürlich sein, dass die Nerven nicht mitspielen", sagt Georg Bodt. Weil die Ausgangslage für seine Mannschaft nicht gerade günstig ist, will der STV-Trainer auch nichts von einem Herzschlagfinale wissen. "Wir sind ja auf Mithilfe angewiesen. Letztlich muss man es so sehen: Dingden hat jetzt einen Satzball. Verwandeln sie den, dann haben sie das Spiel gewonnen."

Dass die Hünxerinnen in diese Situation kommen würden, hätte wohl zum Jahreswechsel niemand vorausgeahnt. Lange hatte das Bodt-Team die Liga souverän dominiert. Zehn Siege in Folge hatte der STV in der ersten Saisonhälfte gefeiert. Die Niederlage gegen den SV Bayer Wuppertal zum Start ins neue Jahr markierte dann einen Bruch. Seither konnte der aktuelle Tabellenzweite nur noch zwei der letzten sechs Partien gewinnen. Mit dem 0:3 gegen DT Ronsdorf war vor zwei Wochen die Tabellenführung dann endlich weg. "Wir hatten viel Pech", erzählt Georg Bodt. "Ich hatte einige Spielerinnen, die mit Schulterproblemen zu kämpfen hatten und dann hat die Erkältungswelle auch vor meiner Mannschaft nicht Halt gemacht."

Die Ausgangslage am letzten Spieltag ist klar. Einen Heimsieg gegen den TuS 08 Lintorf am Samstag (17 Uhr) vorausgesetzt, dürfte Dingden zeitgleich nicht gegen die DJK Rheinkraft Neuss II gewinnen. Klappt es nicht, den starken Konkurrenten noch abzufangen, ginge der STV Hünxe sicher Ende April in die Relegation.

Kein Beinbruch für Georg Bodt und sein Team. "Vor der Saison hatten wir uns den Klassenerhalt als Ziel gesteckt", so der STV-Trainer. "Wir hatten viele Spielerinnen verloren und in der Besetzung im Vergleich zur Vorsaison ein wesentlich schwächeres Team. Wir wollten einfach wieder den Spaß am Volleyball finden, der war uns etwas verloren gegangen. Mit dem Spaß haben wir dann eine sehr erfolgreiche Hinrunde gespielt, in der auch der Teamgeist zurückgekehrt ist."

(RP)