Lokalsport: Christopher Nusch wird neuer RESG-Coach

Lokalsport: Christopher Nusch wird neuer RESG-Coach

Rollhockey: Der 28-Jährige trainiert den Bundesligisten nicht nur, er will auch weiter für ihn spielen.

Die Saison in der Rollhockey-Bundesliga ist noch längst nicht beendet. Ab dem 26. Mai kämpfen der TuS Düsseldorf-Nord und Germania Herringen um den deutschen Meistertitel.

Rekordchampion RESG Walsum hat sich durch seine Achtelfinal-Niederlage gegen den RSC Darmstadt längst aus diesem Rennen verabschiedet. Statt einer möglichen Endspielreise planen die Roten Teufel nun die kommende Saison. Zwei Personalien stehen fest: Eigengewächs Daniel Quabeck kehrt vom HSV Krefeld zur Halle Beckersloh zurück und als Trainer hat künftig Christopher Nusch das Sagen.

Das neue Gesicht an der Bande ist damit ein altbekanntes: Nusch, als Spieler ebenfalls aus dem Nachwuchs der RESG hervorgegangen, war zuletzt bereits drei Jahre lang Co-Trainer unter Günther Szalek, der sich auf den Posten des Sportlichen Leiters zurückzieht. Wie bisher wird Nusch auch in seiner neuen Funktion weiterhin das Spielertrikot tragen. "Es gibt eine klare Vereinbarung mit dem Vorstand, dass ich mit noch nicht ganz 29 Jahren nicht mit dem Rollhockeyspielen aufhören werde. Ich bin überzeugt, dass es Situationen geben wird, in denen das Team mich als Spielertypen brauchen wird", so Nusch. Augenzwinkernd sagt er mit Blick auf die Bemühungen, den Kader weiter zu verstärken: "Wenn sie es hinbekommen, mir acht bessere Spieler da hinzustellen, bin ich der erste, der sich hinten anstellen wird."

Erfahrung als hauptverantwortlicher Trainer hat Nusch schon gesammelt. Er führte die Walsumer B-Jugend 2008 zum deutschen Meistertitel und schaffte dies 2011 auch mit der A-Jugend, die anschließend als Duisburgs Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurde. Dass er bei seinen langjährigen Mitspielern ein Autoritätsproblem zu erwarten hat, glaubt der 28-Jährige nicht: "Die Jungs vertrauen mir, sie kennen mich sehr gut. Und wir haben eine gute Kommunikation im Team."

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Auch sein künftiger Assistent kommt aus dem bisherigen Kader. Ersatzkeeper Rainer Lorz wird diese Position einnehmen. Als Betreuer fungieren weiter Christopher Paß und Stephan Lettau sowie nun auch Fabian Schmidt, der aus beruflichen Gründen das Pensum als Spieler nicht mehr leisten kann.

Gemeinsam mit Sportchef Szalek und dem neuen Abteilungsleiter Reinhold Luerweg geht es für Nusch nun darum, den Kader tauglich aufzustellen. "Mir ist wichtig, für jede Partie acht einsatzfähige Feldspieler zu haben. Wir wollen das Spieltempo hoch halten. Und dafür brauchen Spieler auch Pausen während einer Partie." Helfen soll dabei Daniel Quabeck.

Der frühere Walsumer Nachwuchsspieler hatte 2013 nach Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Trainer Detlef Strugala den Verein verlassen und kommt nun aus Krefeld zurück.

Nach weiteren Verstärkungen sucht die RESG Walsum angesichts des überschaubaren deutschen Spielermarkts im EU-Ausland noch, da nun Akteure aus solchen Ländern unbegrenzt eingesetzt werden dürfen.

(T.K.)