Lokalsport: Champagne glänzt bei der WM in Polen

Lokalsport : Champagne glänzt bei der WM in Polen

Formation des 1. Voerder TSC überraschte bei der Weltmeisterschaft im Jazz- und Modern Dance.

Nach intensiver Vorbereitung in den vergangenen Wochen ging es für die Tänzer des 1. Voerder TSC Rot-Weiß auf die Reise zur Ballett-, Jazz- und Modern-Dance-Weltmeisterschaft nach Polen. Gut gelaunt und voller Vorfreude reisten die Tänzerinnen von "Mirage" und Solo-Tänzer Christian Weiß gemeinsam mit einigen Eltern und Fans mit dem Flieger nach Warschau und weiter mit dem Bus nach MIkolajki. Sie wollten es sich nicht nehmen lassen, im 138-köpfigen "Team Germany" die gesamten sechs WM-Tage zu erleben.

Dabei ging es für Christian und die Mädchen von Mirage in den ersten Tagen darum, sich mit der Atmosphäre, den Örtlichkeiten und Tanzflächen vertraut zu machen. Regelmäßige Trainingseinheiten sorgten für den letzten Schliff.

Als erstes stand dann für Mirage der Formationswettbewerb der Jugend auf dem Programm. Nach den letzten motivierenden Worten und Gesten der Trainerin Ljalja Horn-Ivanisenko sollte es an den Start gehen. Durch kurzfristig angeordnete Reinigung der Tanzfläche wurde dem Team jedoch erst beim dritten Anlauf die Startfreigabe erteilt. Das zerrte an den Nerven der jungen Tänzerinnen, und so reichte es diesmal nicht für die Qualifikation zur nächsten Runde und Mirage landete enttäuscht auf dem 14. Platz.

Zwischenzeitlich waren auch die jungen Frauen der Voerder Smallgroup "Champagne" eingetroffen, um sich für den Start am letzten Turniertag vorzubereiten. Erst aber ging es für den neunjährigen Christian Weiß bei den männlichen Kindern an den Start. Er zeigte eine ausdruckstarke Leistung und erreichte als jüngster Teilnehmer seiner Klasse den neunten Platz.

Dann ging es für Champagne in der Kategorie Modern Small Groups der Hauptgruppe II mit lautstarker Unterstützung an den Start. Und diesmal sollte es gelingen. Mit ihrer starken Darbietung erreichten sie, was keine der Tänzerinnen erwartet hätte: Sie landeten zwischen dem finnischen Erstplatzierten und dem lettischen Team auf dem Treppchen und erhielten die Silbermedaille.

Sarah Schwarzer, Annika Lorberg, Korinna Krüger, Katja Güney, Mona Maslowski, Katrin Meybohm, Maren Zielnewski, Katharina Gothuysen, Bianca Classsens, Nelli Briandin, Ina Schnelting und Carina Raffai freuten sich darüber, was ihren fünf startenden Kameradinnen gelungen war. In nur drei Jahren konnte sich die ehemalige Breitensportgruppe zu einer Spitzenmannschaft entwickeln. Die jungen Frauen starten bei den Small Groups, das heißt, pro Turnier können maximal sieben Tänzerinnen dabei sein. So können sie flexibel auf die Turniertermine reagieren, müssen die Leistung aber in wechselnden Konstellationen möglichst perfekt kombinieren. Da die internationalen Regeln für die Hauptgruppe II eine höhere Altersgrenze vorschreibt als in Deutschland, konnte Champagne bei der WM nur mit fünf Tänzerinnen antreten. Das bedeutete eine Anpassung der Choreografie mit entsprechendem Trainingsaufwand. Wie erfolgreich sie diese Aufgabe gemeistert haben, zeigten sie in Mikolajki und ernteten großen Applaus.

(RP)
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