Lokalsport: Bitteres Aus für Dinslakener Duo

Lokalsport : Bitteres Aus für Dinslakener Duo

Hockey: Nathalie Kubalski und Pia Lhotak verfehlen mit dem Düsseldorfer HC das Finale um die Deutsche Meisterschaft. In der Vorschlussrunde gibt es gegen den späteren Titelträger Club an der Alster eine Niederlage im Penaltyschießen.

Seit dem so bitteren Ausscheiden im Halbfinale der DM-Endrunde sind schon ein paar Tage vergangen. So richtig abgeschlossen haben Nathalie Kubalski und Pia Lhotak mit der Niederlage gegen den späteren Deutschen Meister Club an der Alster aber noch nicht. Die Dinslakener Hockeyspielerinnen in Diensten des Düsseldorfer HC diskutieren noch eifrig über Fehlentscheidungen und vergebene Chancen. "Ist doch klar, dass wir das noch nicht abgehakt haben", sagt Lhotak, "du trainierst acht Monate hart auf diesen Moment hin und verlierst dann so unglücklich."

Foto: Lars Fröhlich

Gegen den Tabellenersten aus Hamburg zeigte das Düsseldorfer Team bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaft in Krefeld in der ersten Vorschlussrundenpartie des Tages eine der besten, wenn nicht die beste Saisonleistung. "Wir hatten Alster im Griff, normal müssen wir mit 3:1 gewinnen, haben einfach die Tore nicht gemacht", sagt Torhüterin Kubalski. Doch es blieb nach 70 Minuten beim 1:1, ein Penaltyschießen musste über den Einzug ins Finale entscheiden.

Die Dinslakenerinnen waren optimistisch, schließlich hatten sie sich beim DHC wochenlang akribisch auf eine solche Situation vorbereitet. Pia Lhotak selbst verwandelte dann auch sicher. Nathalie Kubalski ließ drei Alster-Versuche nicht passieren, vereitelte eigentlich auch einen weiteren, doch der Treffer der Hamburgerin Anne Schröder zählte, obwohl die Sirene hörbar ertönte, bevor der Ball hinter der Linie war. Den allerletzten Penalty von Lisa Altenburg hatte die Torhüterin auch schon fast erwischt, doch der Ball sprang der Schützin wieder genau vor den Schläger.

"Wir hatten wirklich noch nie Glück", stellt Kubalski ganz nüchtern fest, ohne dabei auch nur eine Spur wehleidig zu klingen. Nur 2015, als die beiden früheren Jugendspielerinnen des TV Jahn Hiesfeld erstmals gemeinsam im Düsseldorfer Trikot in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft standen, gab es über die Halbfinal-Niederlage keine zwei Meinungen. Die 1:4-Niederlage gegen den hoch überlegenen Dauer-Finalisten UHC Hamburg kam völlig verdient zustande. Doch schon im Jahr darauf wurde es im Semifinale richtig eng. Erneut war der UHC Gegner, erst mit der Schlussecke - die Spielzeit war bereits abgelaufen - fiel der Gegentreffer zum 1:2-Endstand.

2017 verpasste Düsseldorf den Einzug in die Endrunde am letzten Spieltag, wurde nur Fünfter. Und dann war da ja auch noch das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in der Halle vor etwas mehr als vier Monaten. Auch damals traf Düsseldorf auf den Club an der Alster, auch damals ging es ins Penaltyschießen, auch damals zählte ein Versuch von Hamburgs Anne Schröder, dessen Gültigkeit höchst umstritten war. "So viel Pech kann man eigentlich gar nicht haben", sagt Lhotak, für die das Aus am vergangenen Samstag besonders schwer zu verdauen ist, "weil wir uns wirklich überhaupt nichts vorzuwerfen haben."

Ein paar Tage wird auch die 23-jährige Mitarbeiterin der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe noch brauchen, um das Geschehen zu verdauen. Der Kampfgeist blitzt aber schon wieder durch. "2019 holen wir dann halt das Double", kündigt Lhotak an und grinst. Auch ihre Mitstreiterin zwischen den Pfosten ist überzeugt davon, dass der DHC noch einige Anläufe nehmen kann: "Wir haben immer noch eine unfassbar junge Truppe." Mit 24 Jahren zählt BWL-Studentin Kubalski schon zu den routiniertesten Spielerinnen. Die Entwicklung scheint noch längst nicht abgeschlossen zu sein. Und wenn den Düsseldorferinnen irgendwann auch das Glück hold sein sollte, steht einem Double wohl tatsächlich nichts im Wege.

(RP)
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