Hockey: Als Außenseiter in die Aufstiegsrunde

Hockey : Als Außenseiter in die Aufstiegsrunde

Hiesfelder Hockey-Herren holten sich überraschend den Gruppensieg und könnten in die 1. Verbandsliga hochgehen.

Acht Spiele, acht Siege. Souveräner hätten die Hockey-Herren des TV Jahn Hiesfeld die Hallensaison in der 2. Verbandsliga nicht beenden können und dies, obwohl die Erwartungen vor dem Start nicht besonders hoch waren. Der verdiente Lohn für die "Veilchen" heißt nun Aufstiegsrunde zur 1. Verbandsliga, in die der TV Jahn als Außenseiter geht.

Die letzte Partie vor der Endrunde war mit dem Punktspiel bei Preußen Duisburg eine gelungene Generalprobe. 10:5 gewannen die Hiesfelder, die trotz zahlreicher Ausfälle die Ruhe behielten und durch Max Röttgen (5), Kristof Krahn (2), Marc Foginski, Michel Schneider und Florian Uphoff zu ihren Toren kamen. Deutlich schwerer wird es jedoch ab Sonntag in der Aufstiegsrunde, wenn es zum Auftakt in der eigenen Halle um 17.30 Uhr Uhr gegen die "Vierte" von Uhlenhorst Mülheim geht.

Weitere Gegner in der Vierergruppe, aus der nur der Erste aufsteigen wird, sind der Topfavorit Rot-Weiß Velbert, der am 23. Februar nach Hiesfeld kommt, und der ETB Schwarz-Weiß Essen II. Gegen den ETB am 9. März geht der TV Jahn mit den größten Siegchancen ins Spiel, denn in der Liga behielt er zweimal die Oberhand.

Auch wenn Max Stepper und Florian Hellmann die Mannschaft vor der Saison verließen und der Kader dadurch auf zwölf Spieler schmolz, war die gute Trainingsbeteiligung und die nötige Disziplin das große Plus der "Veilchen", um die Erwartungen in den ersten acht Begegnungen mehr als zu übertreffen.

Mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde rechnete kaum jemand, so dass sich die Truppe in der Rolle des Underdogs weiterhin wohlfühlt und die Enttäuschung nicht besonders groß wäre, wenn es nicht zum Aufstieg reichen sollte. Routinier Patrick Hegemann, der mangels Alternativen im vergangenen Jahr zum Spielertrainer wurde, möchte die drei Partien aber erst einmal spielen: "Man weiß ja nie. Vielleicht erwischen wir einen Sahnetag und bei Velbert läuft mal wenig zusammen. Aber eigentlich sind wir krasser Außenseiter."

Die Aufstiegsrunde nimmt der TV Jahn als Bestätigung für die guten Leistungen in der Liga gerne mit, doch größere Bedeutung wird die Rückrunde draußen auf dem Feld besitzen. Dort gilt es in der 1. Verbandsliga, die gesamte Konzentration auf den Kampf um den Klassenerhalt zu richten, weil dieser schwer genug wird.

Nach sechs Spieltagen haben die "Veilchen" bei einem Torverhältnis von 9:40 noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto und sind als Achter Tabellenletzter — allerdings ist die Konkurrenz auch noch nicht uneinholbar enteilt. Der MSV Duisburg und der Düsseldorfer SC II stehen mit sechs Zählern auf den Plätzen fünf und sechs, Raffelberg II rangiert als Siebter mit drei Punkten direkt vor dem TV Jahn.

Personell bleibt die Situation zwar angespannt, denn immer wieder, wenn die Semesterferien enden oder die jungen Spieler ein Studium beginnen und Dinslaken verlassen, drohen Abgänge. Mit den Rückkehrern Nils Schiffer (Uhlenhorst) und Malte Mengler (Köln) stehen aber zwei Ehemalige wieder zur Verfügung, die für die Aufholjagd auf dem Feld spielberechtigt sind.

(gaa)