Abstiegsgefährdeter A-Kreisligist VfB Lohberg verliert 2:7.

Fußball : Der Abstieg für VfB Lohberg rückt immer näher

Trainer Thomas Grefen lobt die elf anwesenden Spieler, kritisiert die übrigen Akteure des Kaders aber scharf. TV Voerde und SGP Oberlohberg geben sich bei ihren Siegen keine Blöße.

Für den VfB Lohberg wird die Lage im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A immer ernster. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gingen die Lohberger bei Rheinland Hamborn mit 2:7 (2:2) unter. „Ich kann allen Jungs, die da waren, nur höchsten Respekt zollen. Wir hatten nur elf Mann, davon drei Akteure aus der zweiten Mannschaft, die schon 90 Minuten gespielt hatten“, sagte Thomas Grefen, der selbst als Torhüter einsprang, sein verbliebenes Team. Vom Rest seines Kaders zeigte sich der Coach allerdings tief enttäuscht: „Ich habe noch nie so einen Trümmerhaufen trainiert. Ich kriege komische Absagen direkt vor dem Spiel. Da sind einige charakterlose Typen dabei. Da vergeht mir die Lust. Besonders leid tut es mir für die Jungs, die ich reaktiviert habe“, schimpfte er. Die Tore für den gebeutelten VfB erzielte Kapitän Tim Bruß (3., 36.).

Ligaprimus TV Voerde gab sich beim 4:0 (2:0)-Erfolg bei Union Hamborn keine Blöße. Doch Trainer Jörg Lieg war vom Auftritt seines Teams dennoch nicht begeistert: „Gegen so eine Mannschaft musst du deutlich höher gewinnen.“ Chris schoss drei Tore (43., 75., 85.). Außerdem trug sich Henning Brands in die Torschützenliste ein (45.).

Nach der Osterpause steht für die Voerder das Topspiel gegen die SGP Oberlohberg an. „Da müssen wir gewappnet sein. Auch wenn wir das Spiel gewinnen sollten, sind wir noch nicht durch. Wir müssen von Spiel zu Spiel unsere Leistung bringen und alle müssen den Fokus auf den ersten Platz legen“, sagte Lieg.

Die SGP Oberlohberg ließ mit einem 4:1 (3:0)-Erfolg bei Gelb-Weiß Hamborn ebenfalls nichts anbrennen. Herausragender Akteur war dabei Marius Dyballa, der alle vier SGP-Tore erzielte (22., 43., 45., 67.). „Das war eine überragende Leistung von dem Jungen heute. Die Aktionen wurden weitgehend von Dennis Gieselmann eingeleitet. Die beiden verstehen sich blind“, lobte Oberlohbergs Co-Trainer Torsten Niennaus die beiden Offensivakteure.

„Wir haben direkt eine der ersten Chancen genutzt und die Partie dann souverän runtergespielt. Allerdings haben wir noch einige Chancen liegen lassen“, so Nienhaus. Auf die Partie gegen Voerde freue sich die Mannschaft schon, sagte der Vertreter des im Urlaub befindlichen Jens Szopinski. Mit einem Sieg beim Spitzenreiter könnte die SGP bis auf einen Punkt heranrücken und wieder Brisanz hereinbringen.

Glückauf Möllen machte es bei der zweiten Vertretung des Duisburger FV 08 unnötig spannend, siegte aber durch einen Treffer von Mumibekir Dema in der 88. Minute mit 4:3 (2:0). Zur Halbzeit hatte Mehmet Rustemi die Gäste bereits mit 2:0 in Führung gebracht (28., 39.). Nach dem Duisburger Anschluss (56.) stellte Dema (63.) den alten Abstand wieder her. Doch der Gastgeber kam per Doppelschlag (77., 79.) noch mal zurück, ehe der Möllener Innenverteidiger erneut zuschlug.

„Ich kann das nicht verstehen. In der ersten Halbzeit haben wir super gespielt und nichts anbrennen lassen, hätten eigentlich noch höher führen müssen. Doch in der zweiten Halbzeit waren wir wie ausgewechselt“, ärgerte sich Möllens Trainer Christian Schwarz. Einen Grund machte der Coach in der womöglich fehlenden Spannung aus. „Es geht nicht mehr um ganz so viel und nach der ersten Halbzeit haben sich die Jungs vielleicht etwas zu sicher gefühlt.“

(pst)
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