24-Stunden-Schwimmen im Dinslaken "DINamare"

Schwimmen : Dänin siegt beim 24-Stunden-Schwimmen

Grith Sigsgaard legt bei der Veranstaltung im „DINamare“ 60 Kilometer zurück. Insgesamt sind 347 Teilnehmer am Start und schaffen 1809,9 Kilometer. Das Ergebnis von 2016 wird damit deutlich übertroffen.

Die Liste der Dinge, die sich in 24 Stunden erledigen lassen, ist lang. Bei den meisten Menschen würde der Punkt 60 Kilometer Schwimmen dabei wohl fehlen. Für Grith Sigsgaard ist das kein Problem. Die gebürtige Dänin, die mittlerweile in den Niederlanden lebt, begeisterte schon 2016 beim 24-Stunden-Schwimmen im „DINamare“. Damals musste Sigsgaard sich nach 18 Stunden und 51 Kilometern auf den Weg zur Arbeit machen. Sie versprach, wiederzukommen und hielt Wort. Am Wochenende war die Dänin unter den 347 Teilnehmern bei der Breitensportveranstaltung der Stadtwerke und gewann die Einzelwertung mit sensationellen 60 Kilometern. Alle Schwimmer kamen zusammen auf eine Distanz von 1809,9 Kilometern. Das Ergebnis von 2016 wurde damit um mehr als 300 Kilometer übertroffen.

Einige der Teilnehmer hatten ihre Liegen im Schwimmbad in Betten umfunktioniert, um zwischendurch mal die Augen schließen zu können. Aus den Lautsprechern der Musik­anlage ertönte tagsüber lockere Hintergrundmusik, während es zu späterer Stunde dann lauter wurde. Ab 20 Uhr heizte „DJ Marcel“ den Schwimmern im 25-Meter-Becken regelrecht ein. Die „Wasserdisco“ wirkte sich positiv auf die Teilnehmer aus. Die Aktiven trotzten jeglicher Uhrzeit und legten mehr Wert auf Distanz als auf Schlaf.

Unermüdlich zog Grith Sigsgaard ihre Bahnen. Die Dänin war um kurz vor 22 Uhr – zehn Stunden nach dem Start – schon uneinholbar Erste und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 30 Kilometer zurückgelegt. Der zweitbeste Teilnehmer in der Gesamtwertung war am Ende Emanuel Rüschhoff-Nadermann vom Schwimmclub Dinslaken mit 35 Kilometern.

Die beste Gruppenleistung erzielten die „Wasserratten“ mit 112 Kilometern. Dem SC Dinslaken gelang mit 484,550 Kilometern die beste Vereinsleistung. In der Sonderwertung für die Schulen setzte sich die Waldorfschule mit elf Teilnehmern und 38,85 Kilometern vor dem Theodor-Heuss-Gymnasium mit fünf Startern und 23,15 Kilometern sowie dem Gymnasium im Gustav-Heinemann-Schulzentrum mit drei Teilnehmern und 6,55 Kilometern durch. Auch die jüngsten und ältesten Teilnehmer erhielten einen Pokal. Die jüngste Starterin war Mathilda Lemmen (Jahrgang 2014). Den jüngsten Teilnehmer gab es gleich im Doppelpack. Es waren die Brüder Mael und Mian Haffner (Jahrgang 2013). Die ältesten Schwimmer waren Rosita Liebe (Jahrgang 1946) und Karl-Heinz Nitz (1935).

Grith Sigsgaard gelang mit 60 Kilometern ein neuer Rekord.

Es gab nicht nur Pokale und Medaillen im „DINamare“, sondern auch Teilnehmer-Urkunden für jeden, der bei der Veranstaltung wenigstens 50 Meter zurückgelegt hatte. Im Durchschnitt schwamm jeder Teilnehmer diesmal 5,215 Kilometer. Die Verantwortlichen blickten am Ende auf erfolgreiche 24 Stunden zurück. Andreas Heinrich, Geschäftsführer der Dinslakener Bäder GmbH, zeigte sich überaus zufrieden und bedankte sich bei allen Beteiligten.

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