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2:3-Niederlage für Dinslaken Kobras in Eishockey-Regionalliga

Eishockey-Regionalliga : Dinslaken Kobras kassieren unglückliche 2:3-Niederlage

Die Mannschaft muss sich den Ratinger Ice Aliens knapp geschlagen geben. Dominick Spazier verletzt sich am Knie und kann nicht weiterspielen.

Auf der Pressekonferenz der Dinslaken Kobras blickte man in fragende Gesichter. Einige Zuschauer grummelten unzufrieden: „Das hätten wir aber auch gewinnen können.“ Und sie hatten Recht. Denn bei der 2:3 (1:1, 0:0, 1:2)-Niederlage des Eishockey-Regionalligisten gegen die Ratinger Ice Aliens war wirklich mehr drin gewesen. Auf eigenem Eis legten Kobras einen Blitzstart hin. Nachdem Stefan Dreyer auf Zuspiel von Dominick Spazier zunächst am Goalie der Ratinger scheiterte, wiederholte sich die Situation wenige Sekunden später. Wieder Spazier mit dem Zuspiel, diesmal gelang Dreyer der Treffer (3.). Einen Schreckmoment gab es in der 13. Minute, als Spazier nach einer vergebenen Chance reglos auf dem Eis liegen blieb. Er war im Eis hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht. Mit schmerzverzerrter Miene wurde er von seinen Mannschaftskameraden vom Eis begleitet und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Auf das Anraten der Ärztin, er möge nach Hause fahren und das Bein hochlegen, gab der Assistenzkapitän recht wenig. Mit einem Kühlakku nahm Spazier auf der Tribüne Platz und beobachtete das Geschehen.

„Die Bänder sind überdehnt, das Knie ist Fall dick und muss jetzt ruhen. Aber die Ärztin sagte, es sei nichts gerissen“, sagte der Angreifer. Kurz vor Ende des ersten Drittels fiel zu allem Überfluss der Ausgleich durch Ratingens Kapitän Dennis Fischbusch (18.). Im zweiten Abschnitt wirkte der Gastgeber etwas gehemmt. Ratingen machte das Spiel und einzig Marvin Frenzel im Tor der Kobras verhinderte einen Rückstand.

Im letzten Durchgang erwischten erneut die Gäste den besseren Start und trafen durch Alexander Brinkmann zur 2:1-Führung (41.). Die Kobras steigerten sich aber wieder und hatten durch Philipp Heffler gleich zu Beginn eine gute Chance. In Überzahl sollte es dann aber klappen. Jesse Parker bediente Robin Dambacher, der zum Ausgleich traf (47.). Als in der 56. Minute die erneute Führung der Gäste durch Maximilian Bleyer gefallen war, gingen im Dinslakener Lager alle Alarmglocken an. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende kassierten die Gäste eine Zeitstrafe und Milan Vanek bat zum Timeout. Weil die Scheibe zuvor nicht ordentlich unter Kontrolle gebracht werden konnte, kam Torwart Marvin Frenzel erst 55 Sekunden vor Schluss vom Eis und wurde durch einen Feldspieler ersetzt. Von Nutzen war die Maßnahme aber nicht mehr. „Wir waren fitter, hatten aber das Glück nicht auf unserer Seite“, sagte Coach Milan Vanek.

Strafminuten: Dinslaken 8, Ratingen 14.

(che)