0:19 – RWS Lohberg ist am Tiefpunkt angekommen

Fußball : 0:19 – RWS Lohberg ist am Tiefpunkt angekommen

Der Bezirksligist hat im Spiel bei Hamborn 07 nicht den Hauch einer Chance. Die SV 08/29 Friedrichsfeld kommt in doppelter Überzahl nicht über ein 4:4 gegen Fortuna Bottrop hinaus. Der SuS 09 Dinslaken verliert bei Viktoria Buchholz.

Auf Thorsten Albustins Job dürften nur die allerwenigsten neidisch sein. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten RWS Lohberg kassierte mit dem 0:19 (0:7) bei Hamborn 07 die zwölfte Niederlage im zwölften Spiel. Damit ist das Team abgeschlagener Tabellenletzter. Und langsam schwindet auch beim Trainer der Glaube an einen möglichen Klassenerhalt: „Zu Beginn konnten wir noch viel kaschieren, aber die Köpfe gehen immer weiter runter. Es kommen schwere Wochen auf uns alle zu.“ Der Coach erklärte aber nicht nur die schwierige Situation, sondern nahm auch zu seiner Position Stellung: „Ich stehe hier zu meinem Wort und werde die Mannschaft so lange begleiten, wie sie sich begleiten lässt.“

Gegen die Hamborner blieb seine Mannschaft über neunzig Minuten chancenlos. Der favorisierte Gastgeber erzielte Tore im Minutentakt und führte die Lohberger nach allen Regeln der Kunst vor. „Ich kann das Löwenlied langsam nicht mehr hören. Das läuft in Hamborn nach jedem Tor, demzufolge lief es heute zehn von 90 Minuten“, sagte Albustin.

Eine unschöne Trainingswoche kommt wohl auf die SV 08/29 Friedrichsfeld zu. Das Team von Trainer Dirk Lotz gab eine deutliche Führung noch aus der Hand und kam trotz doppelter Überzahl bei Fortuna Bottrop nicht über ein 4:4 (3:1) hinaus. Nach einem frühen Gegentor (13.) wachten die Friedrichsfelder auf und erzielten durch Bünyamin Özdemir (23.), Finn Müller (29.) und Dennis Mühleweg (36.) drei Tore in 13 Minuten. In der zweiten Halbzeit hörte es dann zunächst mit den guten Nachrichten nicht auf. Die Gastgeber kassierten gleich zwei Platzverweise (61., 70.). Damit schien die Partie – zumindest in den Friedrichsfelder Köpfen – entschieden. Der Gastgeber gab sich aber nicht auf und erzielte durch Gino Pöschl (70.) und Benedikt Kracke (86.) den Ausgleich. Als dann der eingewechselte Ertugul Yirtik in der 89. Minute zur erneuten Friedrichsfelder Führung traf, war dennoch nicht Schluss. Die Hausherren bekamen in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter zugesprochen und verwandelten diesen ebenfalls in Person von Gino Pöschl zum 4:4-Endstand (93.). Coach Lotz tat sich nach dem Schlusspfiff schwer, die Geschehnisse in Worte zu fassen: „Ich bin sprachlos. Das darf einer Mannschaft nicht passieren. Das war arrogant und leidenschaftslos. Ich bin mal gespannt, welche Argumente mir das Team am Dienstag dafür liefert.“

SuS-Coach Thorsten Schramm war nicht unzufrieden. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Nach vier Siegen in Folge hat es nun auch den SuS 09 Dinslaken erwischt. Die Mannschaft von Thorsten Schramm unterlag bei Viktoria Buchholz mit 2:4 (2:2). Damit rutscht der Liga-Neuling zwar auf den dritten Platz ab, steht aber immer noch bestens da. Nach einem schnellen Gegentor durch Tim Ramroth (3.) konnten die 09er die Partie durch zwei Tore von Kevin Kirstein (22.) und Marco Breder (24.) drehen. In der 37. Minute traf dann aber Verteidiger Louis Feldkamp zum Ausgleich für den Gastgeber. Nach der Pause zeigten beide Mannschaften weiterhin eine ansprechende Leistung.

In der 56. Minute war es erneut Ramroth, der die Hausherren wieder in Front brachte. Nur zehn Minuten später erzielte Ramroth dann mit seinem dritten Treffer auch den 4:2-Endstand. Zehn Minuten vor dem Ende vergab Hikmet Barut bei einem Elfemeter noch die Chance zu verkürzen. Für Trainer Schramm war die Niederlage aber kein Beinbruch: „Das war wirklich ein sehr gutes Bezirksliga-Spiel. Ich bin keineswegs böse auf die Jungs. Auch wenn die Niederlage in gewisser Weise unnötig war, waren wir auch irgendwann fällig. Wir hatten heute halt ein bisschen Pech.“

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