Spellener Sternenmarkt: Adventlicher Bummel im Dauerregen

Spellener Sternenmarkt : Adventlicher Bummel im tristen Dauerregen

Trotz widriger Wetterbedingungen fanden die Besucher ihren Weg zum Spellener Sternenmarkt.

Die Weihnachtsbeleuchtung, die sich mit ihren filigranen Lichtern vom Dorfplatz in Spellen bis in den Park an der Senioreneinrichtung Sankt Elisabeth zieht, verbreitet adventliche Stimmung im Zentrum des Rheindorfes. Allerdings kommen hier keine Schneeflocken vom Himmel, sondern Regentropfen. So sieht man auf dem Spellener Sternenmarkt vor allem Besucher mit Regenschirmen in der Hand, Kapuzen auf dem Kopf. Viele stehen dicht aneinander in den Pavillons der Händler, die hier ihre Waren anbieten. Denn trotz der widrigen Wetterlage haben noch relativ viele Besucher ihren Weg in die Dorfmitte gefunden.

„Wenn in Spellen etwas los ist, dann kommen die Menschen auch. Man wundert sich, wie viele trotz des Regenwetters noch hier sind“, sagt Gudrun Hülsermann, Vorsitzende der Werbegemeinschaft des Voerder Stadtteils. „Gestern Abend war es auch noch ganz schön“, erzählt sie weiter. Denn zum ersten Mal hat man neben dem ersten Adventssonntag auch am Samstag den Sternenmarkt im Rheindorf geöffnet – und das anscheinend mit Erfolg.

Kaum lässt der Regen etwas nach und verebbt dann zu einem leichten Nieseln, schon kann man sehen, dass es doch noch viele Menschen auf den Sternenmarkt zieht. Das mag zum einen an der familiären Atmosphäre hier liegen: Die Gitarrengruppe Saitenriss sorgt für Musik, in der Mitte des Dorfplatzes lodern Flammen aus einer Feuerstelle, und die Pfadfinder des Dorfes backen mit den Kindern Stockbrot. Zum anderen sind für die Zahl der Besucher aber wohl auch die unterschiedlichen Stände der Händler verantwortlich. „Wir haben hier sehr viele Anbieter, die selbst gemachte Sachen anbieten“, erklärt Gudrun Hülsermann. Und so finden sich an den Ständen weihnachtliche Dekoartikel von hölzernen Sternen bis hin zu kunstvoll gestalteten Beleuchtungsobjekten.

Einen besonderen Blickfang hat Stephan Speikamp nach Spellen mitgebracht. Eine ganze Kollektion von Feuertonnen findet sich an seinem Stand. In einer davon brennt sogar ein kleines Feuer und beleuchtet das Motiv: einen Leuchtturm. „Einer meiner Kunden hat mich angesprochen, ob ich nicht hier zum Sternenmarkt kommen möchte“, erklärt der Händler aus Haltern am See. Seine Feuertonnen aus alten Gasflaschen, die er mit verschiedenen Motiven von Namenszügen bis zu komplexen Tierfiguren verziert, ziehen direkt viele Blicke auf sich. Trotz des Regens ist er gerne auf dem Sternenmarkt. „Es gibt ja bei jeder Wetterlage etwas auszusetzen“, kommentiert er. „Und schließlich ist es mittlerweile ja wieder trocken.“ Und außerdem hat er ja noch ein wärmendes Feuer an seinem Stand.

(fla)
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