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SPD fordert: Stadt Dinslaken soll Masken für Bedürftige bereitstellen

Unterstützung für Sozialhilfeempfänger : Stadt Dinslaken soll Masken bereitstellen

Die SPD-Fraktion fordert Unterstützung für Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge. Der Kauf solcher Masken wäre für Menschen mit geringem Einkommen eine zu hohe Belastung.

  Das Tragen von medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften ist in Nordrhein-Westfalen seit dem  Montag Pflicht. Die SPD-Fraktion im Dinslakener Stadtrat fordert nun die Stadtverwaltung auf zu prüfen, sozial benachteiligten Dinslakenern entsprechende Masken zur Verfügung zu stellen. Als Motivation führen die Sozialdemokraten in ihrem entsprechenden Antrag an, dass sie „keine Bemühungen der Landesregierung, dies zu ermöglichen“, sehen.

„Die anhaltende pandemische Lage hat gerade für Menschen in prekären Lebensverhältnissen immense Folgen, denn die notwendige Miteinbeziehung ihrer Lebenssituationen findet zu wenig Raum in der Konzeptionierung wichtiger Corona-Maßnahmen“, heißt es als Begründung im Antrag der SPD. „Für Sozialhilfeempfänger*innen und Geflüchtete, die ohnehin schon mit einem geringen monatlichen Etat auskommen müssen, stellt der Kauf von medizinischen Masken eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.“

Außerdem sei zu befürchten,dass die hohe und kurzfristige Nachfrage Preissteigerungen erzeugen werde, so dass der Kauf und der regelkonforme Gebrauch solcher Masken für Menschen in Armut und finanzieller Notlage kaum möglich seien. Gerade hier fehle der SPD der entschiedene Einsatz der Landesregierung.

„Es darf nicht sein, dass die Pandemie die Schere zwischen Arm und Reich größer werden lässt und der Schutz vor der Pandemie nicht allen Menschen ermöglicht wird“, führen die Sozialdemokraten weiter aus. „Aus diesem Grund fordern wir die Verwaltung auf, eine mögliche Bereitstellung von medizinischen Masken zu prüfen.“

(RP)