SPD Dinslaken weist CDU-Kritik an Kirmesplakat zurück

Dinslaken: Kirmesplakat: SPD weist CDU-Kritik zurück

SPD-Parteichef Reinhard Wolf nennt Vorwürfe gegen Bürgermeister Heidinger „dreist und scheinheilig“.

Die SPD Dinslaken weist die von der CDU erhobenen Vorwürfe in Richtung Bürgermeister Heidinger wegen der Neugestaltung der Plakate zur Martinikirmes zurück. „Man mag über die neu gestalteten Plakate sicherlich geteilter Ansicht sein“, schreibt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Reinhard Wolf in einer Pressemitteilung. „Hieraus jedoch eine vom Bürgermeister forcierte Abkehr von Traditionen abzuleiten, ist vollkommen fehl am Platz. Hier wird in ein lediglich aufgepepptes Logo etwas hineininterpretiert, was dort nicht hingehört.“

Die CDU hatte auf den neuen Plakatentwürfen den Bezug zum Heiligen Martin vermisst und dafür den Bürgermeister mit verantwortlich gemacht. Außerdem hatte sie gefragt, wie ernst es Michael Heidinger mit der Bewahrung von Traditionen nehme, wenn er einerseits hinnehme, dass die Verbindung zwischen Sankt Martin und der Martinikirmes kaum noch erkennbar sei, sich zugleich aber für eine Bergmannskirmes stark mache.

Alle im Rat vertretenen Parteien stünden hinter der Martinikirmes, erinnert nun SPD-Stadtverbandsvorsitzender Reinhard Wolf. Dass die Kirmes so heiße, sei vorrangig auf die zeitliche Nähe zum Martinsfest zurückzuführen und nicht darauf, dass durch die Kirmes selbst die Tradition des Heiligen Martin gepflegt werde, so Wolf weiter. Mit dem traditionellen Martinszug durch die Innenstadt werde sicherlich eine Verbindung von Kirmes zur Traditionspflege geschaffen. „Trotzdem war, ist und bleibt die Kirmes eine kommerzielle Veranstaltung. Jetzt auf einmal zu beklagen, dass die Kirmes nichts mehr mit den traditionellen Werten des Heiligen Martin zu tun hat, ist daher scheinheilig; den Bürgermeister darüber hinaus auch noch dafür verantwortlich zu machen, mehr als dreist“, betont der SPD-Parteichef.

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Die SPD stimme mit der CDU darin überein, dass die traditionell christlichen Werte unserer Kultur gewahrt werden müssen. Zur Tradition gehörten aber auch regional bedeutsame und geschichtsprägende Faktoren, wie etwa der Bergbau. Beides sei für die Geschichte und Entwicklung Dinslakens prägend und bedeutsam gewesen. Insofern sei es überhaupt auch kein Widerspruch, „wenn mit einer Bergmannskirmes eine weitere identitätsstiftende Veranstaltung ins Leben gerufen wird, die neben einem kommerziell orientierten Volksfestcharakter auch zum Ziel hat, an eben diese Tradition zu erinnern und sie zu pflegen“, sagt Wolf.

Die SPD ruft die Christdemokraten dazu auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren und mit allen Besucherinnen und Besuchern „unbeschwert ein fröhliches Volksfest zu feiern“.

(RP)
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