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Voerde: SPD begrüßt die Abkehr der CDU von Hallenbadsanierung

Voerde : SPD begrüßt die Abkehr der CDU von Hallenbadsanierung

Anders als die Christdemokraten bringen die Sozialdemokraten das Freibadgelände als Standort ins Spiel.

Die Ankündigung der CDU-Fraktion, in der Bäderfrage nicht mehr am Beschluss des Stadtrates von 2013 und damit an einer Sanierung des Hallenbades in Friedrichsfeld festhalten zu wollen, stößt bei der SPD erwartungsgemäß auf positive Resonanz: "Die Signale sind gut", konstatiert Fraktionschef Uwe Goemann auf Nachfrage. Auch Bürgermeister Dirk Haarmann zeigt sich erfreut. Er sei froh darüber, dass die CDU "nicht am alten Hallenbad klebt".

Nach der bislang noch gültigen Beschlussfassung des Stadtrates soll das Hallenbad in Friedrichsfeld saniert, um ein Aktivbecken erweitert und das Freibad in Voerde an der Allee so lange betrieben werden, wie dies mit "Bordmitteln möglich ist", Investitionen dagegen soll die Stadt nicht tätigen. In Anbetracht der negativen Erfahrungen mit der Sanierung der Dreifachturnhalle in Fried-richsfeld will die CDU ein solches Risiko beim Hallenbad, das mehr als 40 Jahre alt ist, nicht eingehen.

Während die SPD sich dafür ausspricht, die geplante Konzentration der beiden heute bestehenden Bäder an einem Standort auf dem Freibadgelände vorzunehmen, legt sich die CDU hier nicht fest. Für sie kommen auch andere Flächen in Frage - ein Ansatz, den Haarmann nicht kategorisch ausschließt. Die SPD möchte die Möglichkeit gewahrt sehen, dass man an dem künftigen Badstandort auch draußen schwimmen gehen kann. Die Christdemokraten sehen die Option eines Kombibades indes nur dann, wenn der Bürgermeister dafür eine Finanzierungslösung anbietet.

Den nun anstehenden Prozess, die "Standortfrage und die Ausführung des Hallenbades" neu abzustimmen, möchte die CDU "möglichst ohne neue Gutachten" angehen. Vollständig darauf verzichten, würde die Verwaltung darauf nicht. In Anbetracht der Signale der CDU, nicht an einer Sanierung des Hallenbades festhalten zu wollen, ergibt sich nun aber die Möglichkeit, die bislang geplante Vorgehensweise zu ändern: Statt ein Büro damit zu beauftragen, sich den Gesamtzustand des Hallenbades anzusehen und zu analysieren, ob sich eine Sanierung rechnen würde, würde nun betrachtet, was noch an Investitionen erforderlich ist, um den Badbetrieb aufrecht zu erhalten, erklärt Haarmann. Dies ist wichtig, weil bis zum Bau eines neuen Bades noch Jahre ins Land gehen werden und bis dahin in Schul- und Vereinsschwimmen möglich sein sollen.

(P.K.)