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Spannende Kreaktiv-Projekte kommen jetzt nach Dinslaken

Bürgerstiftung Kreaktiv : Spannende Projekte für Dinslaken

Die Stiftung „Kreaktiv“ hat sich auf Dinslaken ausgeweitet. Sie stellt Projekte auf die Beine, die Kinder und Jugendliche durch spannende Erlebnisse wegbringen sollen von Flimmerkiste und Computer.

Im Jahr 2020 machen Kinder und Jugendliche in Dinslaken Zirkus. Nicht als Schulprojekt, sondern als offenes Angebot in den Sommerferien soll das laufen. Dann werden junge Leute am Trapez turnen, ein großes Publikum mit Mut und Akrobatik in der Manege beeindrucken. Kinder, „die aus den verschiedenen Stadtteilen Dinslakens kommen“, sagt Claus Overlöper vom Vorstand der Bürgerstiftung Kreaktiv.

Das Vorhaben ist etwas aufwändiger in der Vorbereitung, ein geeigneter Standort muss gesucht werden, deshalb wird erst nächstes Jahr etwas daraus. Die Wartezeit soll aber nicht allzu lang werden: Auch dieses Jahr gibt es schon etwas zu erleben.

Die von der Volksbank initiierte Bürgerstiftung „Kreaktiv“ hat ihr Engagement auf Dinslaken ausgeweitet. Die im Jahr 2006 gegründete Organisation richtet sich gegen „Medienverwahrlosung“ von Kindern und Jugendlichen; also: Dagegen, dass junge Menschen zu viel Zeit mit Medienkonsum verbringen. „Ein Thema, das 2006 aktuell war und heute mindestens genau so aktuell ist“, sagt der Vorstandsvorsitzende Josef Hermsen.

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Dabei mache es keinen Sinn, „ständig mit erhobenem Zeigefinder durch die Gegend zu laufen und zu sagen, das dürft ihr nicht“, sagt er. Vielmehr müsse man etwas dagegen setzen. Deswegen gibt es Aktionen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Kreativität, ihrem Taten- und Forscherdrang und ihrer Experimentierfreude abholen sollen.

Sehr beliebt sind seit Jahren die Naturprojekte von Kreaktiv, die es darum nun auch in der Dinslakener Region geben soll. Für Juni steht eine Wildpflanzenexpedition rund um den Hof Emschermündung auf dem Plan. Dabei können die Kinder im Team Rätsel und Aufgaben lösen und einen verborgenen Schatz finden. Für September ist eine Exkursion in den Wald mit einem „Waldmobil“ geplant. Da sollen die Teilenehmer „im wahrsten Sinn des Wortes forschen, also nicht bloß spazieren gehen“, betont Hermsen. Auch künstlerische Entfaltung kommt an. Bis zu acht Kinder dürfen in einem Atelier in der Altstadt auf eine „Reise in die Welt der Farben“ gehen. Später wird im Museum Voswickelshof eine Ausstellung der Werke gezeigt, die dabie entstehen.

Einige Aktionen laufen in Zusammenarbeit mit Schulen beziehungsweise den Trägern des offenen Ganztags. Im Ganztag der Hagenschule etwa startet im April das Projekt „Mein Buch“. Die Kinder entwickeln ein Buch mit eigenen Texten und Illustrationen. In Lohberg wird es ein Koch-Projekt geben: „Am Ende der Veranstaltungsreihe kochen die Kinder für die Eltern“, stellt Claus Overlöper aus dem Stiftungsvorstand in Aussicht. Und Schulen sind eingeladen, Theatergruppen einzurichten.

Man wolle die Kinder nicht nur wegkriegen von Medienkonsum, sondern zugleich andere Werte fördern, sagt Josef Hermsen: „Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl. Das Gefühl: Ich bin Teil einer Gruppe, ich bin ganz wichtig.“ Man wolle Kinder einladen: „Du kannst mehr. Zeig mal, was du kannst.“