Voerde: Sozialwohnungen am Kempkenskath

Voerde : Sozialwohnungen am Kempkenskath

Für ein rund 1450 Quadratmeter großes Grundstück hat die Stadt Voerde einen Wettbewerb ausgerufen. Investoren sollen ihre Konzepte zur Schaffung von neuem Wohnraum auf dem Gelände der Verwaltung einreichen.

Die Stadt will ein unbebautes Grundstück am Kempkenskath mit dem Ziel verkaufen, dass dort öffentlich geförderter Mietwohnraum entsteht. Dazu hat sie kürzlich einen Investorenwettbewerb ausgerufen, der dem Verkauf vorgeschaltet ist und bei dem Interessenten Vorschläge einreichen können, wie sie die rund 1450 Quadratmeter große Fläche entsprechend der Vorgaben entwickeln würden. Das von der Kommune formulierte Oberziel lautet, auf dem Gelände eine städtebaulich ansprechende Bebauung zu realisieren und dabei die Anforderungen der Wohnraumförderungsprogramme für die Schaffung von öffentlich gefördertem Mietwohnraum zu berücksichtigen.

Die Stadt gibt konkret vor, auf der Fläche ein Mehrfamilienhaus mit mindestens zwölf Wohneinheiten zu errichten. Nicht weniger als zwei Drittel davon sollen als öffentlich geförderte Wohnungen vorgehalten und die übrigen könnten als frei finanzierter Wohnraum eingeplant werden. Je Wohneinheit sei mindestens ein Stellplatz herzustellen, so die Verwaltung.

Mit dem Wettbewerb trägt Voerde dem Bedarf an öffentlich gefördertem Wohnraum auf seinem Stadtgebiet Rechnung, den die Verwaltung vor wenigen Wochen bei einer gemeinsamen Sitzung von Sozialausschuss sowie Planungs- und Umweltausschuss unterstrichen hatte. Die Kommune will sich in dem von ihr gewünschten Mehrfamilienhaus das Belegungsrecht für die Wohneinheiten im öffentlich geförderten Bereich sichern und dafür Wohnberechtigungsscheine erteilen.

Aktuell hat sie bei 84 Wohnungen ein über 15, 20 oder 25 Jahre laufendes Belegungsrecht. 323 solcher Wohnungen waren in den vergangenen zehn Jahren weggefallen. Bis Ende des Jahres 2018 werde sich die aktuelle Zahl von jetzt 84 auf dann 37 Wohnungen mit Belegungsrecht für die Stadt reduzieren, mahnte Bürgermeister Dirk Haarmann in der gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse.

Die gewünschten Wohnungen am Kempkenskath sollen verschiedene Bedarfe abdecken, wie es die bisherigen Überlegungen vorsehen: 50 Prozent sollen auf Alleinstehende ausgelegt sein, 30 Prozent sind für Zwei-Personen-Haushalte und die übrigen 20 Prozent für größere Familien gedacht.

Der Investor, der nach Abschluss des Wettbewerbs den Zuschlag erhält, muss innerhalb von zwei Monaten das Grundstück erwerben. Ist der Kaufvertrag unterzeichnet, dann bleiben ihm zwei Jahre Zeit, das Gebäude bezugsfertig zu errichten.

Dabei sollen nach dem Wunsch der Stadt Voerde auch Maßnahmen zur "Anpassung an den Klimawandel" angestrebt werden. Sie möchte beispielsweise,dass bei der Planung des Gebäudes eine CO2-arme Energiebilanz - etwa durch eine passive Solarenergienutzung - verfolgt wird.

(RP)
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