Dinslaken: Sommerliche Stimmung in der Halle

Dinslaken: Sommerliche Stimmung in der Halle

Die Arbeitsgemeinschaft musischer Vereinigungen gab ein beeindruckendes Konzert.

Zum Thema "sommerlich" musste Herbert Freikamp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft musischer Vereinigungen Dinslaken, bei der Begrüßung erst einmal etwas erklären. Denn das Sonntagskonzert sollte eigentlich in sommerlicher Atmosphäre des Burginnenhofs stattfinden. "Aber da die Prognose kühles Wetter voraussagte, haben wir uns entschieden reinzugehen", so Freikamp. Also versuchten das Collegium musicum Hiesfeld 1971, der Volks-Chor Dinslaken 1919 und der Mandolinenverein "Harmonie" 1931 sommerliche Stimmung in der Kathrin-Türks-Halle zu verbreiten.

"Überwiegend heiter - aber auch ernst" lautete das Motto des Konzerts und das Collegium musicum Hiesfeld 1971 unter Leitung von Karsten Richter setzte dieses bereits zu Beginn mit den Drottningmusiken von Johan Helmich Roman um. Mal piano, dann wieder forte zeigten die Musiker ihr Können an Violine, Flügel, Querflöte und Co. Beim Lied "Summer" von Joe Hisaishi spielten erst Cellisten und Violinisten, anschließend ertönten kräftig die Blasinstrumente und schließlich der Flügel, bis zuletzt alle gemeinsam das Publikum begeisterten. Mit etwas weniger Leichtigkeit ging es weiter, denn passend zum "Ludwig's Tango" von Richard Meyer kam ein strengerer Rhythmus auf.

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Leiter Juri Dadiani vom Volks-Chor Dinslaken 1919 stellte sich geradezu als Multitalent heraus - während er seinen Sängern und Sängerinnen den richtigen Takt vorgab, spielte er gleichzeitig auf dem Klavier die Begleitung und sang beim "Lied der Sehnsucht" aus "Balalaika Klänge" von Otto Groll auch noch ein Solo. Umgewandelt ins Deutsche präsentierte der Chor außerdem das verträumte "Strangers in the Night", "Wonderland by Night" und das wehmütige "Ach ich hab' in meinem Herzen". Während es beim Wechsel der Gruppen auf der Bühne schnell ziemlich voll wurde, unterhielten sich die Zuhörer leise über den nächsten Auftritt vom Mandolinenverein "Harmonie" 1931. "Die machen doch immer flotte Musik", hörte man jemanden flüstern.

Mit einem "Fröhlichen Auftakt" von Erich Roth sorgten die Musiker für gute Laune, und beim schnellen "Rag oft he Rags" von David Bee kam Dirigent Karsten Richter sogar ins Schwitzen. Weiter ging es mit dem Zupf-Boogie und schließlich mit "Suite Mexicana". "Eduardo Angulo hat versucht die mexikanische Stimmung eines Volksfestes einzufangen", erklärte Richter und prompt holten die Musiker den mexikanischen Sommer mit Tanzmusik und Siesta-Stimmung nach Dinslaken. Das fand auch das Publikum super und die gespannte Zuhörerin von eben murmelte zufrieden: "Das war doch klasse."

(RP)
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