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Voerde: Singen statt Sirene bei der Feuerwehr

Voerde : Singen statt Sirene bei der Feuerwehr

Die Spellener Chöre haben sich für den Day of Song einen besonderen Veranstaltungsort ausgesucht. Im Gerätehaus stimmten sie das Steigerlied an, der Löschzug informierte derweil eindrucksvoll im Rauchzelt.

Weder Martinshorn noch Sirene erklingen am Gerätehaus der Feuerwehr Spellen. Dafür sind Sängerstimmen aus dem Gebäude zu hören. Um kurz nach 12 Uhr stimmen die anwesenden Chöre (Männergesangverein Eintracht Spellen und der Chor "TonArt" unter Leitung von Michaela Klemm) das "Steigerlied" an und singen gemeinsam mit Menschen und Chören überall im Ruhrgebiet.

Ein besonderer Auftritt zum "Day of Song", der an diesem Tag stattfindet. Zu diesem speziellen Anlass suchten die Chöre einen Ort für einen Auftritt. "Man hat dann bei uns nachgefragt und wir haben sofort zugestimmt", sagt Michael Bruckhausen, Leiter des Löschzugs Spellen der Freiwilligen Feuerwehr Voerde. Während die Sänger im gut gefüllten Gerätehaus ihr musikalisches Programm vorführen, widmet man sich vor der Tür einigen ernsteren Themen. Denn den Auftritt der Chöre nahm der Löschzug zum Anlass, sich bei einem Tag der offenen Tür zu präsentieren.

Besonders eindrucksvoll dabei das aufgestellte Rauchzelt. "Es gibt jährlich 200 000 Wohnungsbrände in Deutschland. 80 Prozent der Todesopfer kommen durch den Rauch um, nicht durch die Flammen", erklärt Löschzug-Mitglied Dirk Preuten. Dann flutet er mit einer Nebelmaschine das Zelt mit Kunstnebel, der die Sichtweite auf Null reduziert. "So könnte es 30 Sekunden nach dem Beginn eines Feuers auch bei Ihnen zu Hause aussehen", erklärt er den Menschen. Die sehen kaum noch ihre Hand vor Augen. Der Weg zum Ausgang, der durch aufgehängte Pappkartons führt, wird zum Hindernislauf. Im Ernstfall kann der tödlich enden, da in echtem Rauch auch Giftstoffe enthalten sind. "Die Faustregel ist, dass man nach drei Atemzügen ohnmächtig wird und nach drei weiteren stirbt", erklärt Dirk Preuten.

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Das zu verhindern, kann einfach sein. Zum einen sollte man in der Wohnung Rauchmelder installieren. "Die warnen rechtzeitig, wenn es irgendwo nur ein wenig qualmt. Dann hat man die Chance, sich in Sicherheit zu bringen", erklärt Preuten. Bei Neubauten sind die Rauchmelder bereits Pflicht. Auch der alte Wohnungsbestand soll in den kommenden Jahren nachgerüstet werden. Ansonsten soll man sich möglichst vom Rauch fernhalten.

Im Gerätehaus des Löschzugs geht es derweil weiter im musikalischen Programm. Der Gitarrenkreis Spellen musiziert.

(RP)