Voerde: Schwanenstraße: Stadt fordert weiter Unterführung

Voerde: Schwanenstraße: Stadt fordert weiter Unterführung

Nach einem Gespräch mit der Bahn hat die Stadt Voerde in einem Brief an die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Forderung nach einer Unterführung an der Schwanenstraße bekräftigt. Das Verkehrsunternehmen will den dortigen Bahnübergang, der im Zuge des Ausbaus der Betuwe-Linie wegfällt, ersatzlos streichen. In dem Schreiben an die Behörde führt die Stadt weitere Argumente an, die ihrer Ansicht nach für die Notwendigkeit sprechen, eine Verbindung zwischen den westlich und östlich der Bahnstrecke gelegenen Siedlungsbereichen zu erhalten.

Die Stadt bittet die Bezirksregierung, die Punkte mit in das Abwägungsmaterial aufzunehmen. Die Bahn wird nach Aussagen eines Sprechers zu den weiteren Argumenten eine Stellungnahme verfassen. Die Kommune sieht sich bei einer fehlenden Querung in ihrer städtebaulichen Entwicklung gehemmt - ein Argument, das sich heute, mehr als fünf Jahre nach der Entscheidung des Rates, eine Unterführung einzufordern, konkretisiert hat.

Das Gelände der alten Pestalozzischule an der Alexanderstraße wird zu einem Wohnquartier weiterentwickelt, was einen Zuwachs an Menschen bedeuten, die in dem Siedlungsbereich leben werden, wie Planungsdezernent Wilfried Limke erläutert. Auch verweist er auf die befristete Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft an der Schwanenstraße auf einer Fläche zwischen Bahnlinie und Kronprinzenstraße. Gerade diese Menschen seien wegen ihrer erschwerten Mobilität auf kurze Wege angewiesen, stellt Wilfried Limke mit Blick auf die Erreichbarkeit von Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten etc. fest.

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Außerdem führt die Stadt den Umbau der Voerder Ortsdurchfahrt Dinslakener Straße (K 17) ins Feld. Angesichts der künftig anderen Profilbreite der Fahrbahn stelle sich die Frage, ob die K 17 nach dem Umbau immer noch leistungsfähig genug dafür ist, dass darüber die Eisenbahnüberführung an der Schwanenstraße umfahren wird.

(P.K.)
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