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Schulstart: Server des KRZN war zwischenzeitlich überlastet

Probleme zum Schulstart auch in Dinslaken : Hackerangriff legt das Lernen lahm

Auch in Dinslaken hatten Schüler Probleme, die Lernplattformen zu erreichen. Die Server des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) gingen in die Knie.

Um 11 Uhr tat sich am Montag auf den Bildschirmen vieler Schüler am Niederrhein nicht mehr viel. Nix war mit Homeschooling, das System laggte, wie die Kenner und Nerds sagen würden. Es funktionierte nicht, war die schlichte Beschreibung für den Zustand am Vormittag zum Schulstart. Da gingen nämlich die Server des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN) in die Knie.

„Hier kam es zu einem Peak durch die hohe Belastung und die vielen Zugriffe, dadurch sind lange Wartezeiten entstanden“, so ein Sprecher des KRZN. Betroffen waren vor allem die Lernplattformen Logineo und Moodle, über die sich die Schüler ihre Aufgaben herunterladen können.

Es sei schwierig, genau zu sagen, was die Probleme versucht habe. Damit bleibt zunächst offen, ob es an den Anbietern oder der Kapazität der KRZN-Server gelegen hat. Im Laufe des Nachmittags seien die Systeme dann wieder normal gelaufen. Die Teams seien dabei, das System zu optimieren.

Das KRZN passe Infrastruktur und Ressourcen für die Schuldienste kontinuierlich an. Um die Belastungen besser stemmen zu können, sollen die Serverkapazitäten ausgebaut werden. Als seien diese Probleme nicht schon groß genug, kamen am Dienstagmorgen dann noch zwei Hackerangriffe auf das KRZN hinzu. Nach Angaben des Rechenzentrums handelte es sich dabei um sogenannte Distributed-Denial-of-Service Angriffe (DDoS) auf die Infrastruktur im Bereich Schulen. Dabei seien von krimineller Seite so viele Zugriffe auf bestimmte Dienste gestartet worden, dass diese in der Folge nicht mehr oder nur schlecht erreichbar waren. Auch dabei ging es vor allem um Moodle.

Einen ähnlichen Angriff hatte es bereits Ende des Jahres schon einmal gegeben. Die Angriffe diesmal hätten nur wenige Minuten gedauert. In enger Zusammenarbeit mit der Telekom seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Schulinfrastruktur vor Angriffen zu schützen.

Mancher hatte bereits Ende des Jahres spekuliert, dass technisch begabte Schüler selbst diese Angriffe gestartet haben könnten. Vom KRZN hieß es, dass man sich zu solchen Spekulationen nicht äußern könne.