Schulstart mit gesunder Tüte

Voerde : Kinokarten und Obst für die Schultüte

Die Verbraucherzentrale NRW gibt Ratschläge für nachhaltige Geschenke und schadstofffreies Unterrichtsmaterial zum baldigen Schulanfang der Erstklässler.

Für viele Kinder beginnt nach den Sommerferien zum ersten Mal die Schule. Auch dieses Jahr können wieder bunte Schultüten bewundert werden. Schon immer stellen sich zahlreiche Eltern und Verwandte die Frage: Womit sollen wir nur die Schultüten füllen? Allerdings wird mittlerweile nicht nur Wert auf die Art des Inhaltes gelegt, sondern vor allem auch auf den Herstellungsprozess, die Herkunft und die Inhaltsstoffe dessen, was in die Tüte rein kommt. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, dass Produkte aus nachhaltigen und umweltfreundlichen Materialien von Anfang an für eine umweltbewusste Denkweise sorgen. Hierzu gibt sie vier Tipps, was zu beachten ist.

Etwas zum Naschen ist natürlich ein Muss, hier gibt es eine große Auswahl an fair gehandelten Produkten. Von Schokolade über Gummibärchen, Trockenobst bis hin zu einer Nussmischung sollte sich für jedes Kind etwas finden lassen. Diese Produkte gibt es zum Beispiel im Sortiment diverser Drogeriemärkte und in herkömmlichen Supermärkten.

Spiel und Spaß dürfe ebenfalls nicht fehlen, ein kleines Buch für Lernanfänger, ein Springseil oder auch eine Eintrittskarte für eine besondere Veranstaltung oder einen Freizeitpark seien eine gute Geschenkidee, so die Verbraucherzentrale.

Wiederbefüllbare Brotdosen eignen sich für nachhaltige Mahlzeiten in den Schulpausen und sparen zusätzlich noch den Verpackungsmüll. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Boxen mit Trennwenden, so könne eine Auswahl an Nahrungsmittlen verpackt werden, ohne dass sie kreuz und quer durch die Dose rutschten. Passend zu der Brotdose eigne sich eine wiederbefüllbare Trinkflasche. Bei beiden Produkten müsse beachtet werden, dass sie gut zu reinigen und dicht verschließbar seien. Um einen erfolgreichen Schulstart zu gewährleisten, sind Unterrichtsmaterialen unabkömmlich. Jedoch sollte auch hier ein Blick auf die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz geworfen werden, so die Verbraucherzentrale.

Schulmaterialien, welche vor allem aus Papier und Pappe bestünden, könnten Produkte mit dem Kennzeichen „Blauer Engel“ sein, die eine gute Möglichkeit für den Ressourcenschutz böten. Dieses Siegel erhalten nur Produkte aus 100 Prozent Altpapier, es sei somit eine Garantie für Umwelt- und Klimaschutz. Die Herstellung reduziere den Wasser- und Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Produkten. Ebenfalls sei die Verwendung von chlorhaltigen Bleich-Chemikalien und anderen schädlichen Substanzen verboten, so die Verbraucherzentrale. Überregionale Händler führten immer häufiger Hefte mit dem „Blauen Engel“. Weiterhin seien Filz- und Faserstifte auf Wasserbasis eine gute Alternative zu herkömmlichen Stiften, da sie nachfüllbar seien.

Die Verbraucherzentrale rät von permanenten Folienstiften ab, da die meist verdunstende Lösungsmittel enthalten. Die Stiftung Warentest veröffentlichte im August 2018 einen Bericht, in dem mehrere Schreib- und Malstifte auf Schadstoffe getestet wurden. Die Verbraucherzentrale rät, sich vor dem Kauf von Stiften über die Inhaltsstoffe und den Schadstoffgehalt dieser zu informieren.

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