Dinslaken: Schule: Grünes Licht für Elternbefragung

Dinslaken : Schule: Grünes Licht für Elternbefragung

Es bleibt dabei, im Fragebogen zur Entwicklung der weiterführenden Schulen in Dinslaken wird die Friedrich-Althoff-Sekundarschule nicht als Wahlmöglichkeit aufgeführt. Befragung startet nach den Sommerferien.

Mit großer Mehrheit votierten die Mitglieder des Stadtrates in ihrer Sitzung am Dienstag, 28. Juni, dafür, den ihnen vorliegenden Fragebogen zur Entwicklung der weiterführenden Schulen in Dinslaken zu verwenden. Erstellt worden ist er vom Arbeitskreis Schulentwicklung. Der Fragebogen soll nach den Sommerferien an die Eltern von Grundschulkindern der zweiten bis vierten Klassen verteilt werden. Sie können dann ankreuzen, an welcher Schule sie ihren Nachwuchs im Falle der Auflösung der Friedrich-Althoff-Sekundarschule wahrscheinlich anmelden würden. Und entsprechend dieser Fragestellung wird die Sekundarschule bereits nicht mehr als Wahlmöglichkeit aufgeführt.

Bis Mitte September, so die Planung, soll die Elternbefragung dann abgeschlossen sein. Vorher finden noch an allen Grundschulen in der 36. und 37. Kalenderwoche für interessierte Eltern Informationsveranstaltungen statt.

Gegen diesen Fragebogen stimmten einzig die beiden grünen Ratsfrauen. Lilo Wallerich kritisierte, dass durch ihn die Sekundarschule von vornherein als geschlossen gelte. "Die Eltern werden durch diesen Fragebogen verwirrt", befand Wallerich. Die Linken stimmten der Befragung zu, trotz Bauchschmerzen, wie Gerd Baßfeld sagte. Der Fraktionsvorsitzender der Linken hatte eigentlich damit gerechnet, dass zeitig ein Bildungsgipfel stattfinden würde. Das sei bislang aber nicht geschehen. Er erwartet nun, dass dieser Gipfel im September oder Oktober zustande kommt. Froh über die anstehende Elternbefragung zeigte sich Jutta Frenk von der UBV.

Mit Mehrheit stimmte der Rat dafür, dass die 30.000 Euro Fördergelder, die jährlich für die Jugendkneipe Huberts zur Verfügung stehen, neu verteilt werden. Bislang geht der Zuschuss an die Caritas, die den Jugendtreff betreibt. Doch hat der Verband die Einrichtung zum 15. Mai geschlossen. Allerdings gibt es inzwischen die Zusage von Caritasdirektor Michael van Meerbeck, dass das Huberts zum 1. Juli wieder öffnet. Dessen ungeachtet hielt die SPD an ihrem Antrag fest, die Vergabe der Fördergelder neu zu regeln. Vertreter von UBV, den Grünen und den Linken appellierten, noch abzuwarten, wie die weitere Entwicklung des Huberts nach der Wiedereröffnung sei und erst im Herbst über die Fördermittel zu entscheiden. Diese Frist wollte die Ratsmehrheit allerdings nicht gewähren. Abseits der Sitzung machte Gerd Baßfeld dann seiner Verärgerung über diesen Beschluss Luft: "Das war ja jetzt der Hammer. Die schließen das Huberts. Und das nennt sich Jugendpolitik", schimpfte der Linke auf dem Flur vor dem Ratssaal.

Durch einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD wurde ein Vorschlag der Grünen auf die Tagesordnung der Ratssitzung gehoben. Ursprünglich sollte dieser Antrag der Grünen erst in der nächsten Ratssitzung am 10. Juli behandelt werden. Sie fordern darin, dass die neu zu gründende Kindergarten-Waldgruppe in die Trägerschaft des Caritasverbandes übergeht und nicht von der Stadt Dinslaken betrieben wird. Bürgermeister Meister Michael Heidinger erklärte umgehend, sollte dieser Punkt auf die Tagesordnung kommen, dann werde er etwaige Beschlüsse beanstanden. Denn aus seiner Sicht lägen schutzwürdige Interessen vor, die eine jetzige Beratung des Punktes nicht zuließen. Die Öffentlichkeit, so der Verwaltungschef, sei darauf eingestellt, dass über dieses Thema erst am 10. Juli beraten werde. Das sah der Rat allerdings anders. Die Verwaltung legte dar, dass sie, entsprechend der gültigen Beschlusslage, davon ausgegangen sei, dass die Kommune Träger der Waldgruppe werde, die an der Kita Dickerstraße angedockt werden soll. Die Ratsmehrheit teilte die Überzeugung der Verwaltung und sprach sich dagegen aus, dass die Caritas die Trägerschaft übernimmt.

(hsd)
Mehr von RP ONLINE