Schiefe Spieler führen in Dinslaken "Das kleine Gespenst" auf

Mit viel Gesang : Die Schiefen Spieler lassen’s spuken

„Das Kleine Gespenst“ geistert durchs Gustav-Heinemann-Schulzentrum.

Plötzlich spukt es im Städtchen Eulenstein. Ein Unbekannter sorgt für Aufregung und bringt alles durcheinander. Oder hat sich doch nur das kleine Gespenst etwas verirrt? Die über 80 Kinder und Jugendliche des Chores und der Musiktheater-Gruppe „Die Schiefen Spieler“ entführten am Samstag ihre großen und kleinen Zuschauer nach Eulenstein.

Jede Nacht zur Geisterstunde erwacht das Kleine Gespenst und unterhält sich mit seinen Freunden. Doch sein größter Wunsch ist es, bei Tag durch den Ort zu geistern. „Wie ist die Sonne, wenn sie am Himmel steht und wie klingt es, wenn sie untergeht“, singt der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Robin Ulrich. Dieser hat mithilfe der vielen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen die Geschichte auf die Bühne des Gustav-Heinemann- Schulzentrums gebracht. Die Schauspielleitung hat Anne Bazzanella inne.

Eines Tages erwacht das Gespenst mittags Schlag Zwölf. Von einem Sonnenstrahl getroffen verfärbt es sich schwarz. Das Gespenst springt in den Burgbrunnen und gelangt durch einen Geheimgang in die Stadt Eulenberg. In der Stadt stiftet das Gespenst bei den Bewohnern jede Menge Unheil und verwandelt auch noch die 325-Jahr-Feier der Belagerung Eulenbergs durch die Schweden in ein Desaster.

Die Schauspieler und Sänger entführen die Besucher mit ihrem fröhlichen Auftreten, mit Schabernack, Komik, Liedern und Tänzen mitten hinein in das Geschehen. Die Aufführung lebt von der hervorragenden Gestik, Mimik und Artikulation der Schauspieler, sowie dem aufwendigen Bühnenbild und den fantasievollen Kostümen. Kleine Texthänger und längere Bühnenumbauzeiten werden charmant überspielt.

Die Reaktion des Publikums beweist, dass die Aufführung gefallen hat, der Applaus ist langanhaltend. „Das Theater war aufregend und spannend“, so die vierjährige Lea: „Und besonders die Verfolgungsjagd war lustig.“

Komplettiert wird das Theaterstück mit vielen verträumten bis mitreißenden Liedern. Glücklich singt das kleine Gespenst zusammen mit den Chören zum Schluss „In der Nacht sind wir zu Hause, in der Nacht fühlen wir uns wohl“.

(fm)
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