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Schenkung für Dinslaken: Holzschnitte zeigen die japanische Kultur

Sammlung Klaus Prpitsch : Holzschnitte zeigen die japanische Kultur

Klaus Prpitsch will der Stadt Dinslaken weitere 65 Druckgrafiken schenken und damit die bereits bestehende Sammlung, die er der Kommune 2017 überließ, deutlich aufstocken. Er wünscht sich eine  Ausstellung der Kunstwerke.

Seine Sammlung mit damals rund 200 japanischen Holzschnitten aus verschiedenen Jahrhunderten schenkte Klaus Prpitsch im Jahr 2017 der Stadt Dinslaken. Denn er wusste, dass die Kunstwerke „in Ehren gehalten werden“, die Kommune über geeignete Lagermöglichkeiten verfügt und die Exponate (oder ausgewählte Stücke) in einem angemessenen Rahmen ausstellen kann. Jetzt hat der 71-Jährige der Verwaltung das Angebot gemacht, seine damalige Schenkung um weitere 65 Bilder aufzustocken. Bei einem Treffen am Mittwoch im Rathaus sagte Bürgermeister Michael Heidinger zu, den politischen Gremien, deren Zustimmung notwendig ist, das Angebot des Kunstsammlers unterbreiten zu wollen. Gleichzeitig ließ Heidinger keinen Zweifel daran, dass er es als eine Ehre ansieht, dass die Stadt die Kunstwerke übernehmen soll.

Mit seiner großzügigen Schenkung verbindet Klaus Prpitsch die Hoffnung, dass die von ihm gesammelten Druckgrafiken nicht irgendwo im Stadtarchiv verschwinden und nicht mehr ans Tageslicht kommen. „Profitieren sollen auch die Bürger, es wäre schön, wenn die Werke auch mal ausgeliehen werden könnten“, sagte Prpitsch bei dem Treffen mit dem Bürgermeister, an dem auch Gisela Marzin, Leiterin des Stadtarchivs, sowie Edith Mendel, Chefin der Stadtbibliothek, teilnahmen. „Ich habe nicht nur für mich gesammelt, sondern auch für die Öffentlichkeit“, begründete Prpitsch seinen Wunsch nach einer Ausstellung mit japanischen Holzschnitten.

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Leicht fällt es dem Sammler nicht, sich von seinen Bilder zu trennen, doch er weiß, dass die Kunstwerke bei der Stadt besser aufgehoben sind als bei ihm zu Hause. Auch weiterhin wird er sich um die Bilder kümmern, denn ihm obliegen die Inventarisierung und das Einscannen der Bilder. Zudem komplettiert er das Verzeichnis der Druckgafiken, das auch Informationen zu den Darstellungen und Motiven sowie zu den Künstlern enthält. Wichtig ist Prpitsch, dass seine Sammlung komplett bleibt, nicht auseinandergerissen und dann in alle Winde verstreut wird.

Das älteste Bild der Sammlung Prpitsch entstand um das Jahr 1680, das jüngste um 2000. Die Holzschnitte – farbig und schwarz-weiß – stammen aus 300 Jahren und sollen, so ist es das Anliegen des Sammlers, in ihrer Gesamtheit möglichst ein Bild der japanischen Kultur vermitteln. „Die Sammlung soll zwischen dem Betrachter und dem Künstler vermitteln, Vergleiche sollen möglich werden, beispielsweise, wie sich ein Künstler entwickelt hat“, sagte Klaus Prpitsch.

Schon früh interessierte er sich für Kunst. Als er sich in seiner Schulzeit mit Radierungen und Holzschnitten von Dürer beschäftigte, wurde seine spätere Leidenschaft für Grafiken entfacht. Seine ersten japanischen Holzschnitte erwarb er im November 1975. Prpitsch bezeichnet sich selbst als einen Souvenirjäger im Kunst- und Kunsthandwerkbereich. Denn von seinen Reisen in alle Welt, auch Japan hat er besucht, brachte er stets Erinnerungsstücke mit. Japanische Holzschnitte boten sich für ihn damals an, weil sie leicht zu transportieren waren und in einen Koffer passten.