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Dinslaken: Sankt Martin teilt Mantel mit dem Bettler

Dinslaken : Sankt Martin teilt Mantel mit dem Bettler

Die Werbegemeinschaft Hiesfeld hatte zum zweiten Mal zum Umzug durch das Dorf eingeladen. Viele Erwachsene und Kinder mit Laternen gingen mit und ließen sich auch das anschließende Feuer auf dem Marktplatz nicht entgehen.

Eine großer Schar an Menschen hatte sich am späten Samstagnachmittag in Hiesfeld auf dem Marktplatz versammelt. Doch aus allen Richtungen kamen immer mehr Kinder mit bunten Laternen in Form von Löwen, Geistern oder Bonbons mit ihren Eltern und Großeltern zu der Schar hinzu. Gegen den einsetzenden Nieselregen hatten einige Besucher die Laternen in Tüten gepackt oder schützten sie mit einem Regenschirm.

Zum zweiten Mal hatte die Werbegemeinschaft Hiesfeld die Bürger zu einem großen Martinszug eingeladen. Auch Familie Zahn war beim Umzug mit dabei. "Ich hab eine Prinzessin", sagte Finja (5), und zeigte ganz stolz ihre pinkfarbene Laterne. "Wir sind heute zum ersten Mal bei dem Umzug dabei. Denn aufgrund des Neubaus des Kindergartens findet dort dieses Jahr keiner statt", sagte Mama Melanie Zahn. Tochter Chantal (9) hatte einen Kraken gebastelt, und Bruder Liam (1) saß im Kinderwagen. Für ihn hielt Mama Melanie seine grüne Drachen-Laterne.

"Wir haben die Laternen im Kindergarten gebastelt", sagte Jacqueline Strotherm, die gemeinsam mit Mann Armin und den beiden Kindern Leeann (4) und Leon Tyler (1) zum Martinszug gekommen war.

Im vergangenen Jahr wurde der Martinszug neu aufgelegt. "Es kamen Anregungen von den Dorfbewohnern. Es ist die Tradition, etwas zu pflegen. Jetzt also den Martinszug", sagte Ekkehard Hoch, erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft Hiesfeld. "Wann genau der letzte Martinszug in Hiesfeld war, weiß ich nicht. Aber neu ist, dass er nun ganz zentral am Marktplatz startet, und nicht mehr am Sportplatz", ergänzte Anne Hoffmann, Pressesprecherin der Werbegemeinschaft.

Angeführt von Sankt Martin auf seinem Pferd verlief der Menschenzug von der Hohlstraße über die Albrecht-Dürer-Straße an der katholischen Heilig-Geist-Kirche vorbei, zurück über die Sterkrader Straße, an der evangelischen Stadtkirche vorbei, zum Marktplatz. Das Tambourkorps Oberlohberg stimmte die Besucher mit Stücken wie "Sankt Martin", "Ich geh mit meiner Laterne" und "Durch die Straßen" zum Mitsingen ein.

Zurück am Marktplatz brannte ein riesiges Feuer, um das sich die Hiesfelder versammelten. Die Feuerwehr Hiesfeld passte auf. Rezitator Werner Seuken erzählte die Geschichte von Sankt Martin. Zum Aufwärmen diente nicht nur das Feuer. Es gab Glühwein und Kinderpunsch sowie Leckeres vom Grill.

Die Werbegemeinschaft verschenkte — wie schon im vergangenen Jahr — 1000 Stutenkerle an die Kinder. "Wenn wir etwas veranstalten, dann kommen die Hiesfelder. Die lassen uns nicht hängen", zog Hoffmann ihr Fazit.

(RP)