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Sanierungsgesellschaft ProZent der Stadt Dinslaken ist ein Erfolgsmodell

Fünf Jahre : Sanierungsgesellschaft ist Erfolgsmodell

Für die Stadt Dinslaken hat sich die ProZent GmbH, die inzwischen seit fünf Jahren besteht, längst bewährt. Geschäftsführerin der kommunalen Gesellschaft ist die Architektin Walburga Wüster.

Gegründet wurde die Projektgesellschaft Zentrale Gebäudesanierung Dinslaken (kurz ProZent) vor fünf Jahren, nach fünfjähriger Vorbereitungsphase. Erklärtes Ziel war es, die Situation an den städtischen Schulen zu verbessern, da es dort einen erheblichen Investitionsstau gab. „Zudem sollte alles sehr kostengünstig geschehen“, wie Bürgermeister Michael Heidinger sagte. Seine Bilanz nach fünf Jahren ProZent fällt überaus positiv aus: „Insgesamt eine sehr erfreuliche Entwicklung.“ Längst sei ProZent mit ihrer privatrechtlichen Gesellschaftsform den Kinderschuhen entwachsen und breit in der kommunalen Verwaltung verankert. Erhebliche Summen seien durch die Sanierungsgesellschaft im Laufe der Jahre eingespart worden. Damals ging man von einem Einsparpotenzial von etwa zehn Prozent aus, wie ProZent-Geschäftsführerin Walburga Wüster sagte.

Ein Beispiel: Für die Sanierung und den Umbau des Gebäudes der Sekundarschule war ein Budget von 7,2 Millionen Euro veranschlagt. Dieser Betrag konnte deutlich unterschritten werden. Die abgerechneten Kosten liegen bei 6,62 Millionen Euro, einschließlich der Ausgaben für die Neugestaltung des Schulhofes.

Seit ihrem Bestehen hat die Sanierungsgesellschaft Schulprojekte (Sekundarschule, Averbuch-, Klara-, Garten-, Bruch- und Hagenschule sowie Grundschule Lohberg) mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro realisiert, fast 6,6 Millionen Euro flossen zudem an Fördergeldern in diese Projekte. In der Schlussabrechnung befinden sich aktuell drei Maßnahmen: Kindertagesstätte Dickerstraße, Tiefgarage am Rathaus sowie das Betriebsgebäude Waldfriedhof. In diese drei Projekte wurden etwa 7,5 Millionen Euro investiert.

Bei 43 Millionen Euro liegt das Investitionsvolumen für weitere Projekte, die bereits beschlossen sind. Dabei handelt es sich um die Kathrin-Türks-Halle, die Aula der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS), die Kindertagesstätte des Bildungszentrums Hagenstraße, die Kita KQL auf dem Zechengelände und die Dreifachsporthalle des Bildungszentrums Hagenstraße. Es liegen Zusagen für Fördermittel über 8,5 Millionen Euro vor.

Enger Schulterschluss (von links): Bürgermeister Michael Heidinger, ProZent-Geschäftsführerin Walburga Wüster, Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann und Beigeordneter Thomas Palotz. Foto: Heinz Schild

Voll des Lobes über die Arbeit von ProZent zeigten sich Kämmerer und Baudezernent Thomas Palotz sowie Schul- und Sozialdezernentin Christa Jahnke-Horstmann. Bei der Sanierung der Schulen sei die Chance genutzt worden, moderne und zeitgemäße Räume zu schaffen, die für eine gute Pädagogik erforderlich seien. „Das verändert den Unterricht und schafft mehr Möglichkeiten“, sagte Christa Jahnke-Horstmann. Fördermittel seien abgerufen und so eingeplant worden, dass sie fristgerecht verwandt werden konnten, dank der Organisationsstruktur von ProZent, durch die diese Gesellschaft flexibler als die Verwaltung handeln könne, berichtete Thomas Palotz.

Wenn möglich, so ist Walburga Wüster bestrebt, hiesige Firmen beziehungsweise Unternehmen aus dem Umkreis einzusetzen, um so die heimische Wirtschaft zu stärken. „Die Firmen arbeiten sehr gerne mit uns zusammen“, stellt die ProZent-Geschäftsführerin fest, zumal die Unternehmen sehr zügig ihr Geld erhalten würden. Die Zusammenarbeit mit der Sanierungsgesellschaft bewertete der Bürgermeister als ein vertrauensvolles Miteinander, alles geschehe in enger Abstimmung. Auch die Politik sei eingebunden.