Sanierungsarbeiten in Kathrin-Türks-Halle Dinslaken

Dinslaken: Es tut sich was in der Kathrin-Türks-Halle

Etliche Container für Bauschutt stehen auf dem Außengelände der Dinslakener Stadthalle. Schadstoffsanierer arbeiten gegenwärtig im Innern des Gebäudekomplexes. Die Sanierungsarbeiten haben begonnen.

Für die Stadt Dinslaken ist es ein bedeutendes Projekt. Rund 25 Millionen Euro wird die Sanierung und Erweiterung der Kathrin-Türks-Halle kosten. Nach längerer Planungs- und Vorbereitungszeit haben die Arbeiten begonnen. Walburga Wüster, Geschäftsführerin der städtischen Sanierungsgesellschaft ProZent, berichtete in der Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses am Dienstag, 11. September, über den aktuellen Stand der Arbeiten. Erklärtes Ziel ist es, dass die neue Kathrin-Türks-Halle im Jahre 2020 eröffnet wird und dann den Dinslakenern zur Verfügung steht.

Im Oktober des vergangenen Jahres fasste der Stadtrat den Beschluss zur Sanierung der Halle. Danach wurde von den Architekten und Fachplanern die Genehmigungsplanung erarbeitet, wie Walburga Wüster berichtete. Am 2. April dieses Jahres konnte der Bauantrag für das Stadthallenprojekt eingereicht werden, der von der Verwaltung noch genehmigt werden muss. Keinen Zweifel hatte Walburga Wüster daran, dass die ausstehende Genehmigung erteilt wird, da alle dafür notwendigen Unterlagen vorhanden sind.

Von November 2017 bis März 2018 wurde das Schafstoffgutachten für die Halle überarbeitet und vertieft. Mitte April erfolgte die EU-weite Ausschreibung für die notwendige Schadstoffbeseitigung, wie die Chefin der ProZent GmbH den Ausschussmitgliedern berichtete. Der Auftrag wurde am 19. Juli vergeben, die Arbeiten begannen in der letzten Juli-Woche und sollen im November beendet sein.

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Inzwischen hat die Schadstoffsanierung im Kern der Halle begonnen, wie Walburga Wüster sagte. Während der bisherigen Arbeiten seien „ein paar Sachen festgestellt worden, die im Vorfeld nicht zu erkennen gewesen waren“. Wie es momentan in der Stadthalle aussieht, wie weit die Arbeiten dort fortgeschritten sind, war anhand aktueller Fotos zu sehen, die den Ausschussmitgliedern in ihrer Sitzung im Ratssaal gezeigt wurden. „Wir nähern uns dem Rohbauzustand“, kommentierte Walburga Wüster den Stand der Arbeiten, an denen zahlreiche Menschen beteiligt sind. „In der Halle arbeiten richtig viele Leute, deswegen ist es dort oft auch so laut.“

Lob gab es vom Ausschussvorsitzenden Ronny Schneider für die bisherige gute Arbeit der ProZent GmbH und die Umsicht, mit der diese das Projekt angegangen habe. „Wichtig ist, dass wir keine unliebsamen Überraschungen erleben“, sagte Schneider. Gleichzeitig räumte er allerdings ein, dass man nie vor Überraschungen sicher sein könne, wenn im Bestand gebaut werde.

Die Kathrin-Türks-Halle wurde im Jahre 1973, zum 700-jährigen Stadtjubiläum, vom damaligen Bürgermeister Karl-Heinz Klingen eingeweiht. Die Kosten beliefen sich auf 10,8 Millionen D-Mark. Namensgeberin war Kathrin Türks, die erste Intendantin der Burghofbühne. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich die Halle zur wichtigsten Kulturstätte Dinslakens. Da sie in die Jahre gekommen war, wurde eine Sanierung notwendig, geplant ist zudem ihre Erweiterung. Entstehen soll eine multifunktional nutzbare Spielstätte für alle Kulturschaffenden und kulturinteressierten Bürger, Vereine, Gruppen und Initiativen.