Voerde: Sanierung der K 17 noch in diesem Jahr

Voerde: Sanierung der K 17 noch in diesem Jahr

Im Zuge der geplanten Arbeiten an der Dinslakener Straße in Voerde auf einem 1,6 Kilometer langen Teilstück wird der Kreis Wesel für Straßen.NRW im Ortsteil Möllen an der Kreuzung Rahmstraße Verbesserungen vornehmen.

Wenn sich der Kreis Wesel daran macht, die von viel Flickwerk gesäumte Dinslakener Straße (K 17) zu sanieren, nimmt er in diesem Zuge gleich auch einen Bereich mit in Angriff, der außerhalb seiner Zuständigkeit liegt: Es geht um die Ampelkreuzung an der Rahmstraße in Möllen. Dort soll die Abbiegesituation für Lkw, die aus Richtung Dinslaken kommend auf der Dinslakener Straße unterwegs sind und über die Rahmstraße weiter in Richtung Bundesstraße B 8 steuern, verbessert werden, wie Jens Kampen, beim Kreis Wesel Koordinator Straßenbau, erklärt.

Schäden prägen auf der K 17 das Bild. Foto: Heiko Kempken

Die Baumaßnahme beinhaltet unter anderem, dass der Innenradius der Dinslakener Straße an der Stelle angepasst wird. Für den Knotenpunkt ist Straßen.NRW zuständig - die Kosten für die Arbeiten, die der Kreis dort für den Landesbetrieb umsetzt, werden nicht aus dem Topf zur Sanierung der K 17 finanziert. Die stemmt Straßen.NRW aus eigenen Unterhaltungsmitteln, wie Kampen betont.

Die Verbesserung der Abbiegesituation für den Lkw-Verkehr an der Ampelkreuzung Dinslakener Straße/Rahmstraße in Möllen soll als erstes angepackt werden. Seit Ende vergangener Woche liegen nun auch die Ergebnisse der Baugrunduntersuchungen vor, auf Basis derer das genaue bauliche Vorgehen festgelegt wird, wie Kampen weiter ausführt.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Umbau der K 17 auf dem knapp 1,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Rahmstraße und Steinstraße begonnen werden. Kampen, der Mitte November 2016 von einem Start nicht vor Mitte dieses Jahres gesprochen hatte, nennt nun "verhalten optimistisch" diesen Herbst als möglichen Zeitpunkt. Die Bauzeit werde bei maximal zwei Jahren liegen.

Der Kreis will mit der Erneuerung der Dinslakener Straße dort zwei Problemlagen beseitigen: Die Ortsdurchfahrt werde den Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht mehr gerecht. Und: Die Fahrbahn ist seit langer Zeit in einem äußerst schlechten Zustand. Beabsichtigt ist, die Fahrbahnbreite um einen auf dann 6,50 Meter zu verringern. Die sehr breite Straße und die relativ weit entfernt liegende Bebauung würden, wie in einer Information der Stadt an die Anlieger zu lesen war, dazu verleiten, zu schnell zu fahren.

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Die Sanierung der K 17 soll nicht auf kompletter Länge, sondern abschnittsweise geschehen, wie Kampen erklärt. Heißt: Die Straße wird in der Bauzeit zwischen Rahmstraße und Steinstraße nicht vollständig zugemacht. Wie dann der Verkehr genau geregelt wird, ist laut Kampen noch offen und kein leichtes Unterfangen: "Das wird von der Verkehrsführung her sportlich."

Als letzter Teil der Gesamtmaßnahme erfolgt der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Dinslakener Straße/Steinstraße. Dort regelt noch eine Ampel den Verkehr.

Die Gesamtkosten für den vorgesehenen Straßenausbau, zu dem auch die Erneuerung der Rad- und Gehwege und der Bau von insgesamt neun Querungshilfen gehört, belaufen sich nach einer Kostenberechnung aus dem Jahre 2012 auf etwa 2,63 Millionen Euro, wie Jens Kampen vom Kreis Wesel erklärt. Rund 90 Prozent der Summe, etwa 2,45 Millionen Euro, sind danach förderfähig. Das Land übernimmt davon 1,59 Millionen Euro, der Kreis trägt einen Eigenanteil von zirka 840 000 Euro.

Bei dem Umbau hat auch die Stadt einen Teil zu übernehmen: Die Kommune finanziert nach Angaben des Kreises Gehwege, Beleuchtung und Parkstreifen - wofür laut Stadt Kosten von etwa 310 000 Euro anfallen und wovon nach Information des Kreises die Anlieger 50 Prozent tragen. Bei der Stadt bliebe nach Abzug der Fördermittel des Landes ein Eigenanteil von 53 000 Euro.

(P.K.)
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