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Dinslaken: Ruhige und entspannte DIN-Tage

Dinslaken : Ruhige und entspannte DIN-Tage

"Deutlich ruhiger und entspannter als im Vorjahr" sind diesmal die DIN-Tage nach Einschätzung von Thomas Pieperhoff verlaufen. Die Grundstimmung der Besucher bezeichnete der Sprecher der Stadtverwaltung als friedlich und gelassen.

So seien auch deutlich weniger Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt worden. In fünf Fällen seien Jugendliche unter 16 Jahren mit Bier oder Wein erwischt worden, 2010 wurden noch 28 Fälle gezählt.

Drei unter 16-Jährige wollten hochprozentigem Schnaps zusprechen (2010: 5). Und sechs unter 18-Jährige wurden ebenfalls mit Schnaps ertappt. Bei den DIN-Tagen des vergangenen Jahres waren es 16 unter 18-Jährige.

Verstoß gegen Rauchverbot

Und dann fielen den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsdienstes bei ihren Kontrollgängen insgesamt 14 Jugendliche unter 18 Jahren auf, die öffentlich rauchten, obwohl dies verboten ist. Auch hier ist ein Rückgang zu verzeichnen, denn im vergangenen Jahr waren es noch 30 Jugendliche.

Insgesamt wurden an den drei DIN-Tagen 244 Platzverweise ausgesprochen, 2010 waren es 427. Haupteinsatzschwerpunkt war der kleine Spielplatz an der Voerder Straße, in der Nähe des Theodor-Heuss-Gymnasiums, wo zumeist größere Gruppen von Jugendlichen über die Stränge schlugen und dann mit Platzverweisen belegt wurden.

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Im Stadtpark selbst, so berichtete der Stadtsprecher weiter, seien kaum Besucher des Festes unangenehm aufgefallen. "Relativ ruhig" sei es auch an der Straße "In den Gärten" zugegangen. Freitag hatten die Ordnungskräfte mehr zu tun als am Samstag, obwohl an diesem Tag mehr Festbesucher unterwegs waren. Das schlechte Wetter hat nach Einschätzung der Stadt mit dazu beigetragen, dass die Zahl der negativen Vorkommnisse rückläufig war.

16-mal wurden an den DIN-Tagen Abschleppwagen gerufen, um Fahrzeuge an den Haken zu nehmen und abzutransportieren, die falsch geparkt waren. Sie standen unberechtigterweise auf Behindertenparkplätzen oder blockierten Sicherheitswege. Die betroffenen Fahrer, so Thomas Pieperhoff weiter, hätten zumeist trotz ihres Fehlverhaltens "wenig Einsicht gezeigt" und sauer reagiert.

Krisenzentrum bewährt sich

In der Innenstadt gab es an den Festtagen sechs Straßensperren, die diesmal mit Posten besetzt waren. Diese achteten darauf, dass Autofahrer sich keine Sonderrechte anmaßen konnten und die Sperrung missachteten. Erstmalig hatte die Verwaltung während des Stadtfestes ein Krisenzentrum im Rathaus eingerichtet. Dort liefen alle Informationen und Wettermeldungen zusammen.

Vertreter von Feuerwehr und Sicherheitsdienst waren dort ständig präsent. Vertreter der Stadt, der DINAMIT GmbH als Festveranstalterin, der Polizei und der Katastrophenschutzdienste waren bei Bedarf ebenfalls präsent, um notwenige Maßnahmen (beispielsweise wegen der Sturmwarnungen) abzustimmen.

Das Krisenzentrum hat sich nach Einschätzung von Thomas Pieperhoff bewährt. "Unser Sicherheitskonzept hat richtig gut funktioniert", resümierte auch Astrid Erdmann, Leiterin des Fachdienstes Ordnung, "auf dieser Grundlage können wir bei ähnlichen Großveranstaltungen gut aufbauen."

(RP)