Voerde: Rote Hand gegen Kindersoldaten

Voerde: Rote Hand gegen Kindersoldaten

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Voerde engagieren sich für die "Aktion Rote Hand" von UNICEF und terre des hommes. Damit protestieren sie gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Mehrere Hundert rote Handabdrücke auf weißen Papier haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 in der gesamten Schülerschaft gesammelt. Sie protestieren damit gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten. Die Handabdrücke werden in den kommenden Wochen an die Politik übergeben.

Kindersoldaten sind alle Jungen und Mädchen unter 18 Jahren, die von Streitkräften oder bewaffneten Gruppen rekrutiert und eingesetzt werden, egal in welcher Funktion oder Rolle. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 250.000 Kindersoldaten. Ein Zusatz zur UN-Kinderrechtskonvention, die von vielen Staaten unterzeichnet wurde, verbietet diesen Missbrauch. Die "Aktion Rote Hand", unterstützt von terre des hommes, der UNICEF und anderen Organisationen, setzt seit 2002 in jedem Jahr ein Zeichen gegen die Verletzung der Kinderrechte, den Einsatz von Kindern als Soldaten. Die Rote Hand steht als Symbol des Protestes, sie soll ihn sichtbar machen und der Forderung "Kein Einsatz von Kindern als Soldaten!" Nachdruck verleihen. Am Gymnasium Voerde wurde die Aktion von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 vorbereitet und durchgeführt. Mit viel Engagement hatten sie Informationsplakate zur Situation von Kindersoldaten gestaltet und diese den anderen Schülerinnen vorgestellt. Die Mitschüler finden die Aktion toll. "Es ist wichtig, dass gegen Kindersoldaten protestiert wird.", sagt Laura aus der Jahrgangsstufe 11. "Hoffentlich ändert sich etwas", sind sich der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c einig. Im Verlauf des Vormittags wurden mehrere Hundert rote Hände gesammelt. Eine oft gestellte Frage war, was denn jetzt mit den roten Händen geschähe. Die Idee der Aktion ist, die gesammelten Handabdrücke an Politiker weiterzuleiten mit der Bitte, sich für die Forderungen der Aktion einzusetzen. Christel Weyers-Böminghaus, Initiatorin des Projekts am Gymnasium Voerde, nimmt nun Kontakt zu den Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis auf und hofft darauf, dass diese der Aktion mit Wohlwollen begegnen. Mit Aufmerksamkeit werden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe acht beobachten, was mit den Protesthänden geschieht.

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Sie hoffen darauf, dass das Verbot von Kindersoldaten bald realisiert wird.

(RP)
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