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Dinslaken: Rot-Gold feiert närrisches Jubiläum

Dinslaken : Rot-Gold feiert närrisches Jubiläum

Die Karnevalsgemeinschaft aus der Dinslakener Altstadt blickt in dieser Session auf 44 Jahre jeckes Treiben zurück. Der Ursprung des Vereins reicht allerdings noch weiter zurück, bis ins Jahr 1958.

44 närrische Jahre lang hat die Karnevalsgemeinschaft Rot-Gold Dinslakener Altstadt in der fünften Jahreszeit für Jubel, Trubel und Heiterkeit gesorgt. Ein Anlass dieses Jubiläum in diesem Jahr vielleicht noch ein wenig ausgelassener zu feiern. Dabei geht der Ursprung der Rot-Goldenen eigentlich auf das Jahr 1958 zurück. Damals nämlich führte die Laienspielerschar der Kolpingfamilie ein paar Theaterstücke auf, mit dabei Rolf Köpping und Dieter Taugs. Doch erst 1973 feierte man die närrische Ehe zwischen der Kolpingfamilie Vincentius und der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) und gestaltete die erste gemeinsame Karnevalsveranstaltung im damaligen Saal Hackfort mit Sitzungspräsident Wolfgang Wiese.

Ein Jahr später, 1974, beschloss man, unter eigener Regie weiterzuarbeiten und gründete die KG Rot-Gold: Rot für die KAB und Gold für die Kolpingfamilie. Noch im selben Jahr wurde die erste Veranstaltung mit einer Lieblichkeit, dem Sitzungspräsidenten und dem Elferrat im Saal der Altstadthalle Hackfort durchgeführt. Bereits vier Jahre später nahmen die Rot-Goldenen mit einem Ponywagen erstmals am Voerder Karnevalsumzug teil. Im selben Jahr wurden Theo Lettgen und Karl Tekolf zu Ehrenrittern ernannt. Diese Ehre wird Personen zuteil, die keine aktiven Mitglieder der KG Rot-Gold sind, sich aber um den Karnevalsverein verdient gemacht haben.

Die erste Vorstandswahl erfolgte im März 1979, bei der Rolf Köpping zum 1. Vorsitzenden ernannt wurde. Außerdem beschloss die KG, das Rittertor ins Vereinswappen aufzunehmen. Auch eine Vereinssatzung wurde erstellt. Und zu der bisherigen "Uniform" - gelbes Hemd und rote Fliege - kamen die roten Jacken hinzu. Wolfgang Wiese komponierte in jenem Jahr das Rittertorlied, das zum Erkennungsschlager der Rot-Goldenen wurde und bis heute in Ehren gehalten wird.

Im Jahr 1980 wurde Haus Holtbrügge zum Vereinslokal und sollte es auch die folgenden 30 Jahre bis zu seiner Schließung bleiben. Erst dann folgte eine Odyssee, die 2010 in der Stadtschänke Hackfort-Hüsken begann, ein Jahr später bereits zur Gaststätte Isselhorst vor die Tore der Altstadt führte und letztendlich 2015 wieder zum ursprünglichen Ausgangspunkt, dem "König am Altmarkt" führtw.

Im Laufe der Jahre gründeten sich die Frauentanzgruppe "Die Burgladies", die Männergruppe "Kastellknappen", die Kindertanzgarde "Die Kichererbsen", man freundete sich mit dem Lebuser Carnevals Club/Oder an, 1994 wurde erstmals in der Geschichte die Stadtlieblichkeit inthronisiert, die es fortan alle drei Jahre geben sollte, und natürlich wurden auch zahlreiche Ehrenritter ernannt.

Mit dem Aus der Kathrin-Türks-Halle musste die Prunksitzung 2015 erstmalig in die Gaststätte "Zum Johanniter" nach Alt-Walsum verlegt werden. Auch viele Verluste mussten die Rot-Goldenen hinnehmen und so sind mit dem 2. Vorsitzenden Dieter Taugs und der Vereinsarchivarin Ruth Gansen die letzten aktiven Gründungsmitglieder in ihren Reihen verblieben.

Die Jubiläumssession zum 44. Bestehen wird angeführt von Ulrike I. Henkemeyer, die im November vergangenen Jahres inthronisiert wurde. Die Vereinsgeschichte spiegelt in all den Jahren auch ein wenig Stadtgeschichte wieder, denn 44 Jahre mussten sich die Dinslakener Altstadtnarren auf den Wandel und auf stetige Veränderungen einstellen. Dies konnte, so ihr Vorsitzender Peter Börgers, nur durch das Ehrenamt und das Engagement der Mitglieder überstanden werden.

(big)