Voerde/Dinslaken : Viele Helfer machen das Rheinufer wieder schön

Auch in Voerde und Dinslaken beteiligten sich über 80 Freiwillige, um beim internationalen „Rhine Clean Up“ Müll zu sammeln.

Bewaffnet mit Handschuhen und Müllsäcken sammelten Freiwillige in Voerde und Dinslaken fleißig Müll und konnten viele Säcke füllen. In Voerde war man mit der Hilfsbereitschaft zufrieden. „Wir haben von dieser Aktion gehört und für uns war klar, dass wir auf jeden Fall mithelfen. Über unseren Aufruf konnten wir heute mit mehr als 40 Helfern in Ork Kilometer 805 bis 809 des Rheins säubern“, erzählt Klaus Becker, Vorsitzender des Schützenvereins Mehr-Ork-Gest, der die Aktion am „Rheinkreuz“ in Ork organisierte.

 Die Stadt Voerde hat die „Clean-Upper“ mit Müllzangen und der Müllentsorgung unterstützt. In vier Gruppen sammelten die Orker zwischen der Schloßstraße in Mehrum, rechts und links der Momm-Mündung bis hinauf zur Gest und darüber hinaus säckeweise Müll.

Romina Breder, die nun seit einem Jahr in Ork wohnt, sammelte fleißig mit: „Wenn ich sehe wie verdreckt unsere Meere sind und wie schnell wunderschöne Strände vermüllen können, dann fühle ich mich schon dazu verpflichtet anzupacken. Mit der Aktion hoffe ich, dass mehr Menschen darauf aufmerksam werden und mit unserer Natur besser umgehen, als wir es jetzt tun.“

Das Meiste, so berichteten die Helfer, war Freizeitmüll. Man habe Pavillons, Grills, leere Bierflaschen und vor allem Plastikflaschen gefunden. Aber auch die Angler hätten an ihren Plätzen viele Angel-Utensilien wie Köder und Schnüre liegen lassen. Sogar Kinderwagen und eine Waschmaschine wurden am Rheinufer gefunden. Auch das illegale Abkippen von Bauschutt im Naturschutzgebiet war den Aktiven aufgefallen.

Der BSV Mehr-Ork-Gest bedankt sich für die Unterstützung der Stadt Voerde und vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen. In Ork ist man sich einig: Mindestens einmal im Jahr muss man anpacken, damit der Orker Strand sauber bleibt und darüber hinaus ein Beitrag geleistet werde, dass nicht noch mehr Plastik in der Nordsee landet.

„Ich denke, dass wir heute eine halbe Tonne Müll abtransportieren werden“, schätzte Ralf Köster, Mitarbeiter des DIN-Service. „Wir packen bei so einer tollen Aktionen natürlich gerne mit an, wenn wir nach Hilfe gefragt werden.“ Alle Helfer wurden mit Müllzangen und Säcken ausgestattet, um das Sammeln zu erleichtern. Die Entsorgungskosten für den aufgesammelten Müll trägt die Stadt Dinslaken.

Foto: Privat

Die Organisatorin für das „Clean-Up“ in Dinslaken, Naima Lambrecht, war mit der Hilfsbereitschaft zufrieden: „Ich hätte gedacht, hier erscheinen zehn Leute. Dass wir jetzt über 40 geworden sind, freut mich extrem.“ Die Aktion war eine Kampagne, die von der Schweiz bis in die Niederlande Gehör fand.

(yan)
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