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Dinslaken: Reise durch die Rockgeschichte

Dinslaken : Reise durch die Rockgeschichte

Das Rockorchester RuhrgeBeat kommt am 14. März zum dritten Mal nach Dinslaken. In der Stadthalle wird die Band ihren musikalischen Erlebniscocktail für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 servieren.

Wenn ein Künstler Hans von der Forst fragen würde, was das Rockorchester RuhrgeBeat (ROR) bei seinen Auftritten präsentiert, dann würde er mit "Kitsch" antworten. Mit Schlagzeugen, Bass- und E-Gitarren, Keyboards, Trompeten, Posaunen, Geigen und Celli bieten altgediente Rocker und junge Popmusiker eine Partyreise durch die vergangenen 50 Jahre. "Wir haben nicht den Anspruch, künstlerisch wertvoll zu sein, sondern wollen für gute Unterhaltung sorgen und mit dem Publikum gemeinsam ein Fest feiern", sagt der Orchestergründer.

Musikalisch wird die große 32-köpfige Band, bestehend aus Mitgliedern aus elf Nationen, dennoch zu überzeugen wissen. "Das sind alles Profis oder Semiprofis. Es ist unbeschreiblich, was dort von der Bühne kommt", schwärmt von der Forst von der Qualität. "Es kommt sogar manchmal vor, dass internationale Musiker wie Michael Holm oder DJ Ötzi uns fragen, wo wir auftreten. Dann singt zum Beispiel ein DJ Ötzi ein paar Lieder mit – aber nicht seine eigenen, sondern er interpretiert Elvis", so der Geschäftsführer des ROR, Michael Schaedel. "Alle Musiker kommen immer gerne zu uns, weil sie wissen, dass bei uns die Post abgeht", fügt von der Forst hinzu.

Ziel ist eine volle Stadthalle

Nun kommt das Orchester bereits zum dritten Mal nach Dinslaken und es hat ein neues Programm im Gepäck. Natürlich werden die Klassiker nicht fehlen, doch das Konzert in der Stadthalle am 14. März dient als Generalprobe für das neue Bühnenprogramm "Wir sind der RUHR-g-BEAT". "Wir wollen Sprachrohr sein und versuchen, das musikalische Aushängeschild für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 zu werden. Mit neuen Songs und den bekannten alten Hits wird die musikalische Zeituhr auf 2010 eingestellt und der Countdown eingeleitet", sagt Schaedel.

Dafür wünscht sich der Geschäftsführer für die Premiere eine volle Stadthalle: "Das ist unser klares Ziel, weil es etwas Großes werden soll. Die Band studiert das Programm fleißig ein und ist sehr motiviert bei der Sache."

Keine Coverband

Dann können sich die Zuschauer auf einen bunten Erlebniscocktail freuen, der nach Hits wie "Eloise", "Bohemian Rhapsody", "Bochum", "Sex Bomb" oder "Music" schmecken wird. Von dem Ruf einer reinen Coverband will der Orchestergründer jedoch nichts wissen. "Das sind wir nicht. Ich sage immer, wir beseelen die Titel. Außerdem klingt ein Rockorchester jeden Tag anders", so von der Forst. Mindestens fünf eigene Stücke wird das ROR präsentieren und auch damit für Partystimmung sorgen. "Natürlich würden wir gerne ein eigenes Profil haben, aber das ist nicht so einfach. Deshalb versuchen wir den Mittelweg zu finden: den Spagattissimo", sagt der Chef.

(RP)