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RP-Sommerinterview Lea Eickhoff: Reden wir mal über Ihr sonniges Gemüt

RP-Sommerinterview Lea Eickhoff : Reden wir mal über Ihr sonniges Gemüt

In den RP-Sommerinterviews reden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens über Themen, zu denen sie sonst nicht befragt werden. Die Geschäftsführerin der Freilicht AG spricht über den Sommer, Urlaub und die Lust auf Camping.

Man sagt Ihnen ein sonniges Gemüt nach. Würden Sie sich als optimistischen Menschen bezeichnen.

Eickhoff Ja, auf jeden Fall. Ich bin selten wehleidig oder schlecht drauf und beschäftige mich lieber mit den schönen Dingen. Ich hole aus allem das Positive raus und muss mich dabei auch gar nicht anstrengen. So bin ich halt. Wenn es ein Problem gibt, versuche ich, es zu lösen.

Wie gehen Sie mit Enttäuschungen um?

Eickhoff Anfangs bin ich vielleicht frustriert. Dann packe ich die Sache an. Alles andere bringt nichts.

Angenommen, Sie haben sich auf jemanden verlassen und der lässt Sie hängen. Was dann?

Eickhoff Beim Fantastival im vergangenen Jahr hatten wir aufgrund eines Missverständnisses plötzlich zu wenig Helfer. Ich habe zehn Freunde angerufen, und die standen dann auf der Matte und haben angepackt. Es ist schön, Leute zu kennen, auf die Verlass ist. Das gilt auch für das Fantastival-Team.

Und umgekehrt? Ist auf Sie Verlass?

Eickhoff Ja. Wenn die Familie oder Freunde mich um Hilfe bitten, bin ich da.

Wie sieht für Sie ein perfekter Sommertag aus?

Eickhoff Den verbringe ich am liebsten mit Freunden oder der Familie in unserem Garten in Hiesfeld. Mit Grillen, Beachvolleyball-Spielen, Feiern. Ich bin ein sehr geselliger Typ und habe immer schon gern Party gemacht. Ich habe gern viele Leute um mich herum.

Und bei 35 Grad im Schatten stellen Sie die Füße zur Abkühlung in einen Eimer mit kaltem Wasser.

Eickhoff Nein, wir haben einen Rasensprenger. Der erfrischt.

Nicht von innen.

Eickhoff Dafür nehme ich am liebsten ein kühles Radler.

Wie sieht es mit dem Urlaub aus? Sind Sie ein "Strand-und-Meer-Typ"?

Eickhoff Skiurlaub ist für mich genauso wichtig wir Sommerurlaub. Mit einem guten Buch am Strand in der Sonne liegen geht, aber mit einer Runde Beach-Volleyball zwischendurch macht es noch mehr Spaß. Aber mein Sommerurlaub sieht ohnehin ganz anders aus. Ich fahre - wie in jedem Jahr - mit meinem VW-Bus für eine Woche zum Sziget-Festival nach Budapest. Da gibt es Musik von großen Künstlern aus der ganzen Welt. Und am kommenden Wochenende geht's zum "Eier-mit-Speck-Festival" nach Viersen. Das liebe ich sehr. Rock und Pop auf einer nicht ganz so riesigen Bühne und auch größtenteils ehrenamtlich und mit Herzblut veranstaltet. Hauptact sind die "Donots".

Wie haben Sie als Kind die Sommerferien verbracht?

Eickhoff Wir sind mit der Familie weggefahren. Oft waren auch andere Familien mit Kindern dabei. Es ging nach Frankreich oder Spanien, meistens auf den Campingplatz. Später, als es dann "uncool" war mit den Eltern den Urlaub zu verbringen, bin ich dann mit meinen Freunden über den Landessportbund weggefahren. Camping mache ich auch heute immer noch sehr gern.

Dass man auf einige Bequemlichkeiten verzichten muss, stört Sie nicht?

Eickhoff Überhaupt nicht. Ich bin Festivalgänger, bin also sehr minimalistisch und komme mit einfachen Dingen aus.

Dann wäre das Kunst-Camping in einem der 1000 Zelte des chinesischen Künstlers Ai Weiwei an der Emschermündung in Dinslaken ideal für Sie.

Eickhoff Ja, das würde ich sofort machen. Meine Mutter hatte diese Idee auch schon. Wie lange geht das noch?

Bis zum 6. Oktober. Also?

Eickhoff Klingt gut.

Da muss man aber etwas improvisieren können.

Eickhoff Das kann ich. Das muss ich können, wenn ich ein Open-Air-Festival wie das Fantastival organisieren will. Wenn etwas nicht so läuft, wie es soll, muss man spontan sein.

Mussten Sie in den vergangenen beiden Wochen spontan sein?

Eickhoff Es hat alles geklappt, es lief alles nach Plan. Auch mit dem Wetter, ich habe offensichtlich gute Kontakte nach oben.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE RALF SCHREINER

(RP)