1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken

Helmut Böing: Reden wir doch mal über den Sport

Helmut Böing : Reden wir doch mal über den Sport

In den RP-Sommerinterviews reden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens über Themen, zu denen sie sonst nicht befragt werden. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Helmut Böing hält sich in seiner Freizeit mit Tennis und Joggen fit.

Herr Böing, wann waren Sie zum letzten Mal sportlich aktiv?

böing Das war am vergangenen Freitagabend, als wir die vierten Voba-Open auf der Tennisanlage des TV Bruckhausen austrugen. Es ist ein Hobby-Doppel-Turnier, bei dem Mitarbeiter und ich zum Spaß eine Runde Tennis spielen. Wie ich am Ende genau abschnitt, weiß ich aber nicht — jedenfalls war ich nicht unter den ersten Dreien.

Wie oft treiben Sie Sport?

böing Sehr regelmäßig. Ein fester Termin bei mir ist einmal in der Woche eine Tennistrainingsstunde, und am Wochenende gehe ich noch einmal alleine Joggen. Ich wohne in Bocholt und laufe dann durch die Dingdener Heide.

Wann haben Sie mit dem Tennis begonnen?

Böing Ich fing erst relativ spät vor rund zwei Jahren an, aber mache gute Fortschritte und bin mit meinem derzeitigen Leistungsstand zufrieden. Bis zu meinem 45. Lebensjahr stand ich vielmehr auf dem Fußballplatz bei TuB Bocholt, wo ich vom Lauf und Kampf lebte. Ein guter Fußballer war ich nicht wirklich, aber der Mannschaftssport gefiel mir immer gut, weil ich von ihm viel in den Beruf übertragen konnte.

  • Dinslaken : Reden wir mal über einen Lebensgarten
  • Dinslaken : Reden wir doch mal über Pferde, Reiten und Entspannung
  • RP-Sommerinterview mit Barbara und Alfred Grimm : Reden wir doch mal über Schafe und Ziegen

Waren Sie schon immer sehr sportlich?

böing Ja, ich bewegte mich schon früher sehr gerne und mache es auch heute noch. Wenn andere mit dem Aufzug fahren, nehme ich die Treppe. Ich muss mich dafür beim Lieben Gott bedanken, weil ich mit meinen 60 Jahren vor schweren Verletzungen und Erkrankungen bisher verschont blieb.

Was machen Sie noch neben dem Tennis und Joggen?

Böing Ich mag es sehr gerne, im Sommer im Garten schon vor der Arbeit im offenen Schwimmbecken für zehn Minuten meine Bahnen zu ziehen. Um 6.15 Uhr klingelt der Wecker, und wenn die Lufttemperatur dann neun Grad beträgt und das Wasser 22 Grad hat, ist es sehr kreislaufanregend. In meinem Urlaub betreibe ich noch aktive Erholung und wandere zum Beispiel, weil ich noch sehr gut zu Fuß bin. Ich nahm auch schon am Dinslakener City-Lauf teil.

Welche Strecken absolvieren Sie zu Fuß?

böing Bei Laufveranstaltungen starte ich über zehn Kilometer, die ich aber leider nicht mehr unter 50 Minuten schaffe. Aber ich bin auch schon viel längere Distanzen gelaufen. Seit 1988 pilgere ich einmal im Jahr von Bocholt nach Kevelaer. Samstags laufen wir 53 Kilometer hin und montags 53 Kilometer zurück. Und zweimal war ich schon beim "de Nijmeegse Vierdaagse" in Nimwegen dabei — ein Erlebnis mit Strecken von 30, 40 oder 50 Kilometern an vier Tagen mit einer tollen Gastfreundschaft der Holländer.

Was möchten Sie in diesem Jahr noch Sportliches erreichen?

böing Im vergangenen Jahr machte ich zum 13. Mal das Sportabzeichen in Gold. Das 14. Mal steht in diesem Jahr noch an.

Schauen Sie sich auch Sport an?

böing Früher begleitete ich meine Kinder immer zum Sport, aber sie sind jetzt erwachsen und aus dem Haus. Deshalb schaue ich mir nicht mehr so viel an, weil ich es lieber selbst tun möchte und die Zeit knapp bemessen ist.

Wie sieht es mit Übertragungen im Fernsehen aus?

böing Seit Jürgen Klinsmann die Nationalmannschaft trainierte, bin ich wieder ein Fan von ihr geworden und schaue mir die Spiele auch an. Aber bei Champions- oder Europa-League spielen muss ich mir nicht alles anschauen. Da reicht es mir, wenn ich in den entscheidenden Partien die Rückspiele sehe, die spannend sind und nicht von der Taktik geprägt werden.

Haben Sie denn einen Lieblingsverein?

Böing Das ist Schalke 04, aber ich gebe neidlos zu, dass Borussia Dortmund die deutlich bessere Mannschaft hat — von Bayern München müssen wir erst gar nicht reden. Man muss es einfach anerkennen, dass diese Mannschaften überragend sind und schon wieder sechs Punkte in der Bundesliga holten, während bei Schalke schon wieder der Wurm drin ist. Wir haben den Saisonstart verpatzt, und wenn ich mir den Schalker Spielplan für die nächsten Wochen anschaue, ist es grausam.

In der Champions-League-Qualifikation trifft Schalke heute auf PAOK Saloniki. Wie ist ihr Gefühl?

böing Schalke kommt weiter.

HENDRIK GAASTERLAND FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

(gaa)