Dinslaken: Realschul-Eltern empört über Pläne der Verwaltung

Dinslaken : Realschul-Eltern empört über Pläne der Verwaltung

Der Plan der Verwaltung, die Musikschule in die Räume der ehemaligen Hauptschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum zu verlegen, empört die Eltern der Realschule. "Es erschließt sich mir absolut nicht, wieso die großen Klassenräume des Hauptschulgebäudes durch teure Raumteiler verkleinert werden sollen, wo die benachbarte Realschule dringend größere Räume benötigt", schreibt Bianca Bruckermann, die Schulpflegschaftsvorsitzende der Realschule.

Bereits am 17. April hatte sie in einem Schreiben an Bürgermeister Michael Heidinger auf die "äußerst angespannte Raumsituation" in der Realschule hingewiesen: "Durch die Größe der Schulgemeinschaft ist die Realschule darauf angewiesen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite Klassenräume des Gymnasiums mit zu nutzen. Die Raumsituation, in der die Schüler dort lernen und die Lehrer ihre pädagogische Arbeit machen müssen, können wir als Elternschaft so jedoch nicht weiter akzeptieren: Die Klassen sind mit teilweise bis zu 34 Schülern mehr als voll." Bruckermann hatte den Wechsel der Realschul-Klassen in die Räume des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Hauptschule als Lösung vorgeschlagen. Leider sei dieses Schreiben bis heute unbeantwortet."

Für die Eltern sei inzwischen der Eindruck entstanden, dass die Realschule kaputt gewirtschaftet werden soll.

Auf Nachfrage weist Stadtsprecher Marcel Sturm darauf hin, dass durch den Umzug der Musikschule der Realschule keine Räume genommen würden - sondern lediglich Räume anderweitig genutzt würden, die aktuell schon durch die Sprachkurse der VHS belegt seien. Zur Raumsituation der Realschule wolle die Verwaltung in nächster Zeit ein Gespräch mit der Schulleitung führen, an dem die Schulpflegschaftsvorsitzende dann auch teilnehmen könne.

(akw)