Voerde Rathausplatz zum Treffpunkt umbauen

Voerde · Ein Impuls für die Voerder Innenstadtentwicklung. Mit den Arbeiten soll im Herbst begonnen werden.

Die Voerder Innenstadt muss attraktiver werden. Daran besteht für Baudezernent Wilfried Limke kein Zweifel. Die Kommune will ihren Anteil mit der Umgestaltung des Rathausplatzes in der City leisten. "Denn der Marktplatz ist die Visitenkarte einer Stadt", stellte Limke in der gestrigen gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses sowie des Betriebsausschusses fest. Allerdingsding räumte er ein, dass der jetzige Weg nicht der Königsweg ist. Zuerst hätte mit dem sanierungsbedürftigen Wohn- und Geschäftshauskomplex am Rathausplatz begonnen werden sollen. Da der sich aber in Privatbesitz befindet, hat die Kommune keinen Einfluss darauf, wann und ob dort saniert wird oder etwas Neues entsteht. Da sind die Eigentümer gefragt. Mehrheitlich befürworteten die Ausschussmitglieder das Rathausplatz-Projekt, basierend auf den Empfehlungen der Jury, die sich für den Entwurf des Architektenbüros Landschaft planen und bauen NRW entschieden hatte.

Planungsamtsleiter Hans-Martin Seydel verdeutlichte, dass es bei dem Vorhaben darum geht, einen "zentralen Ort städtischen Lebens" zu schaffen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Für die Bevölkerung soll ein Identifikationspunkt, ein Treffpunkt geschaffen werden, der die Menschen anzieht und auch der Orientierung dient. Durch den geplanten Umbau soll auf dem Platz die Lage Voerdes am Rhein nachempfunden werden, zudem ist vorgesehen, in der Mitte des Bereiches einen Pegelstab aufzustellen, der den Wasserstand des Rheins angibt.

Umgesetzt werden soll nun die etwas abgespeckte Variante. Die für den Teilumbau veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 1,25 Millionen Euro, während der Vollumbau mit 1,88 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Die Stadt kann, wie die Verwaltungsvorlage ausweist, für ihr Vorhaben mit einer Förderung von fast 820 000 Euro rechnen, somit verbliebe bei ihr ein Eigenanteil von 425 000 Euro, den sie aufbringen muss. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr durchgeführt werden, Baubeginn könnte im Herbst sein, so Hans-Martin Seydel.

Die SPD-Fraktion will mit dem Umbau des Marktplatzes ein Signal an die Bevölkerung senden, dass die Kommune die Ortsmitte trotz aller Schwierigkeiten nicht aufgegeben hat. Auch wenn solch ein Projekt angesichts des leeren Kassen der Stadt dem Bürger gegenwärtig schwer zu vermitteln ist, sprach sich die CDU für die Umsetzung aus, um einen Impuls zu setzen. Die Entscheidung für die kostengünstige Lösung zeige, wie verantwortlich man mit dem Geld umgehe.

(RP)
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