Voerde/Hünxe: Quiks erste Zeit im Landtag

Voerde/Hünxe : Quiks erste Zeit im Landtag

Charlotte Quik von der CDU gehört zum ersten Mal dem Landesparlament an. Für Stefan Zimkeit von der SPD ist nur die Rolle als Oppositionspolitiker neu.

Charlotte Quik und Stefan Zimkeit sitzen beide im Landesparlament. Sie für die CDU, er für die SPD. Während die Abgeordnete, die den Wahlkreis gewann, zu dem auch Voerde und Hünxe gehört, neu im Parlament ist, gehört Zimkeit sicherlich schon zu den erfahrenen Politikern. Seit 2010 ist er im Landesparlament vertreten, setzte sich bei den Wahlen stets im Wahlkreis Dinslaken-Oberhausen durch. Aber dennoch haben sich die Umstände für den 53-Jährigen geändert. Er sitzt zum ersten Mal auf der Oppositionsbank. Wie es für die beiden in den vergangenen Monaten gewesen ist, darüber sprachen sie mit der Redaktion.

Nach der Wahl war für die SPD einiges anders, 69 statt 99 Parlamentarier, die Regierung und die Minister stellten andere. Das bedeutet für den SPD-Mann Mehrarbeit, vor allem muss er sich um mehr Themen kümmern, wie er sagt.

Die Hauptänderung in seiner täglichen Arbeit liege nun darin, dass er nicht an konkreten Vorhaben arbeitet, an Gesetzesvorlagen. Jetzt müsse er sich damit beschäftigten, was die Landesregierung vorlegt. Sein Schwerpunkt ist weiterhin die Finanzpolitik, hinzugekommen sind Personalangelegenheiten, die in einem Unterausschuss des Finanzausschusses behandelt werden. Die Rolle als Oppositionspolitiker mache es aber auch etwas einfacher, man könne die Regierung angreifen. "Sie macht es uns zurzeit leicht, sie bietet viele Punkte", so Stefan Zimkeit.

Das parlamentarische Parkett kennt Charlotte Quik schon etwas länger, vor ihrer Wahl ist sie Mitarbeiterin eines Abgeordneten gewesen. Doch nach der Landtagswahl durfte sie selbst im Parlament Platz nehmen. Das erste Mal, dass sie nun Abgeordnete sei, habe sie bei der Vereinigung des neuen Landeschefs und bei der Wahl der Minister realisiert. "Ich darf hier sitzen", dachte sie. In der ersten Zeit in Düsseldorf ging es darum, sich für Themenbereiche zu entscheiden. In ihrer vorherigen Tätigkeit hatte sie schon viel mit Familienpolitik zu tun. Das hat sie auch als Abgeordnete, hinzu kam die Verkehrspolitik.

Erste Ziele habe sie erreicht und verweist auf das Kita-Rettungsprogramm. Mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Rettungspaket habe die Landesregierung den Kollaps vieler Kindertagesstätten verhindert. Ihre erste Rede habe sie im Parlament zum Thema "Ehe für alle" gehalten, so Quik.

In diesem Jahr wolle Charlotte Quik, die als Sachkundige Bürgerin im Jugendhilfeausschuss des Kreises sitzt, intensiv mit den Kommunen und Trägern die Reform der Kita-Finanzierung vorantreiben und an einem komplett neuen Kinderbildungsgesetz arbeiten. Ziel sei eine nachhaltige und solide finanzielle Ausstattung der Kita-Landschaft sowie eine Verbesserung der Betreuung auch in den Kommunen.

(mt)
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