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Q 1 des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Dinslaken wegen Corona im Distanzunterricht

89 Jugendliche des Dinslakener Gymnasiums sind betroffen : THG schickt Stufe in den Distanzunterricht

Nach vier Corona-Fällen haben das Gesundheitsamt des Kreises Wesel und die Schule sich für den vorsichtigen Weg entschieden. Für 89 Schülerinnen und Schüler der Q 1 ist Homeschooling angesagt.

Am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) gab es vier Corona-Neuinfektionen in der Q1 der gymnasialen Oberstufe. Daraufhin entschied das Gesundheitsamt des Kreises Wesel am Donnerstag, die ungeimpften Schülerinnen und Schüler der Stufe in Quarantäne zu schicken. Die geimpften oder genesenen Jugendlichen der Q1, in der insgesamt 89 Schülerinnen und Schüler sind, gehen in den Distanzunterricht, wie Schulleiter Thomas Nett im Gespräch der mit RP erklärte. „Wir tragen die vorsichtige Linie des Gesundheitsamtes mit“, sagte Nett. Deshalb habe man die Reißleine gezogen. Durch den Distanzunterricht sei sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler beschult werden, auch die in Quarantäne.

Eltern und Schüler seien informiert worden. Verständnis hat Schulleiter Thomas Nett, dass nicht alle Eltern mit der Entscheidung zufrieden sind, in den Distanzunterricht zu gehen. Schließlich handele es sich dabei auch um ein emotionales Thema. Er ist überzeugt, dass die Unterrichtsqualität nicht leiden wird, zumal es sich bei den Betroffenen um Schüler handelt, die aufs Abitur zugehen, und der Zeitraum, um den es geht, relativ kurz ist. Auch stünden momentan keine Klausuren an.

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Für die ungeimpften Schülerinnen und Schüler der Q 1 gilt ab Donnerstag eine zehn Tage andauernde Quarantäne. Frühestens ab dem 30. November können sich die Ungeimpften mit einem negativen PCR-Test aus der Quarantäne freitesten. Für die Geimpften gilt der Distanzunterricht bis einschließlich kommenden Dienstag, 30. November. Am Donnerstagmorgen, 25. November, sind nach Aussage der Schulleitung die Schülerinnen und Schüler der Q 1 getestet worden, dabei seien keine weiteren Corona-Infektionen festgestellt worden.

Distanzunterricht macht nach Ansicht von Thomas Nett nur für die gesamte Stufe Sinn. Einen Teil der Jugendlichen in der Schule zu unterrichten, den anderen Teil per Distanzunterricht zu Hause, hat sich nach Aussage von Nett nicht bewährt. Damit die Schüler, die zu Hause am Unterricht teilnehmen, auch alles mitbekommen, was in der Klasse gesagt werde, müssten im Unterrichtsraum schon Richtmikrofone aufgestellt werden.

Mit der Entscheidung für den Distanzunterricht „fährt die Schule den vorsichtigen Kurs“, so Nett.