Publikum feiert beim Fantastival in Dinslaken Niedeckens BAP

Dieser Band hört man einfach gerne zu : Drei Stunden Kölschrock mit Gute-Laune-Garantie

Ein schweres Unwetter war vorhergesagt. Und dann kam Niedeckens BAP, und alles war wunderbar. Die wenigen Regentropfen wurden ignoriert. Das Publikum im ausverkauften Burgtheater erlebte am Freitagabend mit einem bestens aufgelegten Wolfgang Niedecken und einer um drei Bläser erweiterten neunköpfigen Band ein Fantastival-Konzert, von dem man nur träumen kann.

Die Kölsch-Rocker spielten all die Sachen aus dem BAP-Songbook, die die Fans immer gern schon gern gehört haben. Rock’n’Roll (“Waschsalon“) und Reggae (“Aff un zo“), sanfte Liebesballaden (“Du kanns zaubere“) und politische Songs (“Kristallnaach“, „Arsch huh , Zäng ussenander“), die Niedecken mit klaren Statements gegen Rechts kommentierte. Als die Band nach 110 Minuten erstmals von der Bühne ging, war noch lange nicht Schluss. Die Besucher erklatschten sich eine fast einstündige Zugabe, in der Niedeckens BAP noch mal gekonnt nachlegte. Und ja - selbstverständlich gab es am Schluss „Verdamp lang her“, nicht der einzige Song, den das Publikum textsicher mitsang. Wolfgang Niedecken war begeistert. Dinslaken sowieso. Tolles Konzert und Vorfreude: BAP will wiederkommen.

(ras)
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