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Dinslaken: Projekt "Wir sind Dinslaken" gestartet

Dinslaken : Projekt "Wir sind Dinslaken" gestartet

Kampagne zum Thema Chanchengleichheit auf dem Ausbildungsmarkt

"Meine Vergangenheit soll nicht meine Zukunft bestimmen." Es sind deutliche Worte, die auf dem riesigen Plakat in der Bahnhofshalle stehen. Darauf ist auch Foula Brahim zu sehen. Die 19-Jährige Dinslakenerin ist eine von acht jungen Frauen mit Migrationshintergrund, die im Rahmen des Mädchenherbstes bei dem Projekt "Designwelt Mädchen" mitmacht. Mithilfe der Plakatkampagne wollen die Teilnehmerinnen mit Vorurteilen aufräumen und sich auf dem Ausbildungsmarkt vorstellen.

Die Gleichstellungsstelle, der Kinderschutzbund und der Integrationsbeauftragte der Stadt starteten das Projekt in den vergangenen Herbstferien und konnten nun gemeinsam mit den Mädchen das Ergebnis präsentieren. Bei dem viertägigen Workshop konnten die 14- bis 19-Jährigen mit professioneller Unterstützung einer Fotografin und einer Marketingagentur eine eigene, nicht kommerzielle Werbekampagne zu den Themen Vorurteile, Toleranz und Beruf entwickelt. So bot sich ihnen nicht nur die Möglichkeit, sich mit der eigenen Zukunft auseinander zu setzen, sondern auch, sich den Unternehmen als mögliche Auszubildende vorzustellen.

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"Alle Ideen sind von den Mädchen selbst", betont Yasemin Köksür vom Kinderschutzbund. Sie hatte einige der Teilnehmerinnen schon bei vorherigen Aktionen kennengelernt und wusste, wie engagiert sie sind. "Wir haben viele Rollenspiele gemacht, um uns in mögliche Arbeitgeber und was sie über uns denken könnten, hineinzuversetzen", erzählt Foula Brahim.

Derzeit ist die junge Dinslakenerin auf der Suche nach einer Ausbildung. "Leider habe ich gemerkt, dass einige Unternehmen bei den Bewerbungen immer noch stark auf Namen und Aussehen achten", so Brahim. Das sei für sie eine Motivation gewesen, an der Kampagne teilzunehmen. Neun Plakate mit drei unterschiedlichen Motiven sind dabei herausgekommen. Sie hängen nun im gesamten Stadtgebiet. "Die Geschichten darauf sind fiktiv, sollen aber widerspiegeln, dass es egal ist, woher die Mädchen kommen. Wichtig ist, dass sie Potenzial mitbringen", meint Karin Budahn-Diallo, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Bürgermeister Michael Heidinger unterstützt das Projekt ebenfalls sehr. "Das ist ein ganz starkes Signal für Dinslaken", sagte er bei der Vorstellung im Bahnhof. "Zudem sei die Aktion ein toller Auftakt zu der übergeordneten Kampagne "Wir sind Dinslaken". "Wir wünschen uns eine liebens- und lebenswerte Stadt. Das bleiben wir aber nur, wenn alle zusammenhalten und auch gegen Vorurteile gemeinsam ankämpfen", betonte Heidinger.

(heg)