Politik in Hünxe diskutiert über Regionalplan

Bedenken gegen Abgrabungsflächen : Regionalplan: CDU fordert Flexibilität

Die Stellungnahme der Gemeinde Hünxe war Thema im Planungs- und Umweltausschuss. Bedenken gegen zwei Abgrabungsflächen am Flugplatz Schwarze Heide sind noch nicht ausgeräumt.

Rund 100 Beschlussvorschläge umfasst die Stellungnahme der Gemeinde Hünxe zum Entwurf des Regionalplans Ruhr. Dieser regelt für die nächsten 15 bis 20 Jahre mögliche Flächenausweisungen für Wohn- und Gewerbegebiete, für Naturschutz, Deponien, Abgrabungen und vieles mehr. Aufgabe des Planungs- und Umweltausschuss war es, die insgesamt sieben Teilabschnitte in fünf Vorlagen zu bewerten und weitere Anregungen zu geben. Peter Strube von der Verwaltung wies noch einmal auf die drei vergangenen Workshops zwischen Oktober und Januar hin, in denen die Verwaltungsauffassung der Politik mitgeteilt und gemeinsam an den Beschlussvorschlägen gearbeitet worden sei.

Beim Punkt „Siedlungsentwicklung“ wies Arnd Cappell-Höpken (CDU), auch Mitglied der RVR-Verbandsversammlung, darauf hin, die Erweiterung Bruckhausens nördlich des Waldwegs sei zu weit vom zentralen Ortskern entfernt und im Regionalplan nicht vorgesehen. „Können wir mit der Fläche nicht in Richtung An den Höfen ausweichen?“, forderte er mehr Flexibilität bei der Planung. Dies sei auch wichtig für eine weitere Auskiesung. „Wir rücken dem Ortskern sonst zu sehr auf die Pelle.“ Strube: „Was die Politik möchte, muss nicht mit der RVR-Planung übereinstimmen.“ Die gewünschte Fläche werde dem RVR aber mitgeteilt. Der regionale Grünzug werde nicht tangiert. Bei der „Freiraumentwicklung“ gab es den Hinweis, im Bereich Drevenack südlich des Hunsdorfer Wegs rage die Signatur „Naturschutzgebiet“ in die Bebauungspläne hinein. Zur „Kulturlandschaftsentwicklung“ wurde angemerkt, bei den Denkmälern seien nicht alle in der Gemeinde erfasst, es fehle die evangelische Kirche Drevenack, sogar Schloss Gartrop. „Die RVR-Kollegen haben sich mit Fachverbänden zusammengesetzt“, so Strube.

Die Gemeinde Hünxe erhebt Bedenken gegen die Darstellung von zwei Abgrabungsflächen in der Nähe des Flugplatzes Schwarze Heide samt Naturschutzgebiet. Laut RVR sollen dort Sande trocken abgegraben werden. Dabei sei noch nicht geklärt, ob dies das vorhandene Rohstoffvorkommen rechtfertige. Der Flugbetrieb und die dort angesiedelten Gewerbebetriebe dürften hierdurch nicht behindert werden. Auch fehlten Aussagen dazu, „ob und wie eine Verfüllung der Abgrabungsflächen erfolgen soll“.

Zum Teilabschnitt „Verkehr und technische Infrastruktur“ sagte Cappell-Höpken, die L4n sei noch nicht fest verortet. „Beide Rathäuser müssen hier mit einer Stimme sprechen, das ist wichtig für die weitere Planung.“

(P.N.)
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