Dinslaken: Plädoyer für eine große Freibadlösung in Hiesfeld

Dinslaken: Plädoyer für eine große Freibadlösung in Hiesfeld

Die Vertreter des Bürgerbegehrens Pro Freibad setzen sich weiter für die in dem Bürgerbegehren geforderte "große Lösung" ein und wollen die Mitglieder des Freibadvereins in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, 28. Juni, auch davon überzeugen.

Sollten die Mitglieder aber statt dessen mehrheitlich für den Kompromissvorschlag des Bürgermeisters stimmen, werde man sich diesem Votum beugen - auch, wenn man rechtlich nicht daran gebunden sei. Das betonten Reinhard Claves, Rainer Horstmann und Roland Weber gestern. Die "große Lösung" - das ist das vom Bürgerbegehren des Freibadvereins geforderte 50 mal 25-Meter-Becken mit Traglufthalle, Lehrschwimmbecken mit Halle und neuem Planschbecken. Der Kompromissvorschlag des Bürgermeisters sieht in Hiesfeld ein 33 mal 22,5-Meter-Becken, ein neues Planschbecken und am Dinamare ein zusätzliches 25 mal 10-Meter Sportbecken sowie ein 10 mal 10-Meter Kursbecken vor.

Die Vertreter des Bürgerbegehrens Pro Freibad setzen sich weiterhin für die große Lösung ein: Laut Berechnungen des Freibadvereins sei das, so argumentieren sie, die kostengünstigste Lösung. Die Vertreter des Begehrens haben die Kosten der verschiedenen Varianten gegen die Wasserfläche aufgerechnet - wobei die Kosten für den Kompromissvorschlag noch nicht feststehen und daher nur geschätzt wurden.

Weitere Gründe: Es entstünden zwei "vollwertige Bäderstandorte", die sich gegenseitig ergänzten und beide von Vereinen, Schulen und Öffentlichkeit genutzt werden könnten. Damit würde die Belegungssituation entzerrt. Das Freibad wäre, so betonen die Initiatoren, nicht nur für Hiesfeld sondern für ganz Dinslaken da. Das gewünschte Lehrschwimmbecken am Freibad wäre ohne Hubboden barrierefrei. Am Dinamare wäre keine weitere Investition notwendig.

  • Dinslaken : Freibadverein Hiesfeld fühlt sich benachteiligt

Auch das spreche gegen den Kompromissvorschlag des Bürgermeisters: Eine Erweiterung des Dinamare gehe zu Lasten der Frequentierung des Freibades. Werde am Dinamare die Wasserfläche größer, "wird das Freibad eher entbehrlich", fürchtet Roland Weber.

Möglicherweise seien viele Mitglieder schon mit der Sanierung des Freibades in bisheriger Größe zufrieden, vermutet Rainer Horstmann. Er selbst gehöre ebenfalls dazu. Die "Vergangenheit hat aber gelehrt, dass bei jeder Reparatur in Hiesfeld immer die latente Schließung anstand". Ziel sei nun, "etwas Großes zu bauen, das nicht in irgendeiner Weise wieder verschwinden kann", so Reinhard Claves. Natürlich werde man die Mitglieder aber auch darüber informieren, dass die Weiterverfolgung des Bürgerbegehrens für die "große Lösung", die wohl zu einem Bürgerentscheid führen würde, bei einer Niederlage auch die Schließung des Freibades nach sich ziehen könnte. "Das haben wir einkalkuliert", sagt Reinhard Claves, hält eine Niederlage aber für eher unwahrscheinlich.

Das Bürgerbegehren Pro Freibad hat mittlerweile 7285 Unterschriften für sein Anliegen gesammelt, 3316 waren mindestens nötig. 6234 Stimmen sind nach Angaben der Organisatoren als gültig anerkannt.

(aha)
Mehr von RP ONLINE