Pilger aus Dinslaken zurück von der Wallfahrt nach Kevelaer

Pilger aus Dinslaken : Zurück von der Wallfahrt nach Kevelaer

„Wohin sollen wir gehen?“ lautete diesmal das Motto der Wallfahrtszeit. Diese Frage des Apostels Petrus begleitete die Pilger aus Dinslaken auf ihrem Weg nach Kevelaer.

(P.N.) Um 5 Uhr morgens trafen sich die Pilger der 77. Wallfahrt zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Vincentius. Darunter waren auch wieder zahlreiche Jugendliche und viele, die sich zum ersten Mal auf den Weg nach Kevelaer machten. Nach der von Pastor Thomas Berger gehaltenen Messe ging es zu einem kurzen Frühstück ins Johannahaus, dieses war mit fast 80 Pilgern sehr gut gefüllt. Hier wurden noch die letzten Anmeldungen entgegengenommen, Lautsprecher, Warnwesten und die Pilgerfahne verteilt, und dann machten sich die Pilger auf den fast 45 Kilometer langen Weg nach Kevelaer.

Auf dem ersten Stück bis zur Rheinfähre in Orsoy war es noch dunkel, einige Pilger trugen Warnwesten und Lampen, damit der Pilgerzug von Autos gesehen wurde. Ab der Fähre wurde es dann allmählich hell und die Sonne kam heraus. Es wurde ein wunderschöner Tag zum Pilgern mit viel Sonnenschein. Die Temperaturen waren so hoch, dass dem angebotenen Wasser gut zugesprochen wurde. Die Organisatoren danken den Fahrern Johannes Boscheinen und Michael Rosshoff und der Erste-Hilfe-Kraft Angelika Schnitzler, die die Gruppe den ganzen Tag mit Wasser versorgten.

In Rheinberg und bei der Mittagspause in Bönninghardt stießen noch weitere Pilger hinzu, so dass die Gruppe mit 98 Personen in Kevelaer einzog. Auf dem letzen Wegstück kam ihnen ihr ehemaliger Pastor und jetziger Rektor der Wallfahrt, Gregor Kauling, entgegen, der begeistert begrüßt wurde. Er begleitete die Pilger auf ihrem letzten Wegstück und brachte noch einmal seine tiefe Verbundenheit mit Dinslaken zum Ausdruck. Gemeinsam gingen alle das letzte Stück bis zur Gnadenkapelle in Kevelaer. Nach einem kurzen Gebet an der Gnadenkapelle bezogen die Pilger, die in Kevelaer übernachteten, ihre Quartiere, die anderen machten sich wieder auf den Heimweg. Am Abend trafen sich dann noch alle Übernachtungsgäste im Restaurant „Zum goldenen Apfel“, um den Tag bei einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen.

Am nächsten Mittag trafen sich die Pilger gut ausgeruht zum gemeinsamen Kreuzweg. Dabei waren auch die Radpilger, die sich an diesem Morgen schon früh auf den Weg gemacht hatten, und viele weitere, die mit dem Bus oder mit dem Auto nach Kevelaer kamen.

Am nächsten Morgen trafen dann noch die Radpilger ein, die von Pastor Barthel Kalscheur begleitet wurden; außerdem kam auch noch ein gut gefüllter Bus mit weiteren Pilgern an, die von Pater Samuel betreut wurden. Gemeinsam machten sich alle mittags auf zum Kreuzweg, der nach der zehnten Station durch eine feierliche Messe in der ehemaligen Klosterkirche der Clemens-Schwestern unterbrochen wurde.

Die Messe wurde musikalisch vom Jugendchor Hiesfeld unter der Leitung von Michael Lex gestaltet. In der Messe wurden die Jubilare Christian Weiss für seine 30. und Johannes Boscheinen für seine 40. Teilnahme geehrt. Nach dem Kreuzweg ging es wieder zurück zur Gnadenkapelle; dort wurden die Radpilger und alle anderen verabschiedet, die sich wieder auf den Heimweg machen mussten.

Am Montag machten sich 48 Personen wieder zu Fuß auf den Heimweg. Nach einer letzten Rast in Rheinberg und dem obligatorischen Gruppenfoto ging es bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune zurück nach Dinslaken. Um 19 Uhr wurde die Gruppe von zahlreichen Freunden und Bekannten an den „Drei Kreuzen“ in Empfang genommen und zur St.-Vincentius-Kirche begleitet.

Nach einem kurzen Dankgebet und einem feierlichen Segen hieß es Abschied nehmen von alten Bekannten und neuen Freunden, nicht jedoch ohne das feierliche Versprechen: „Bis nächstes Jahr!“ Die Organisatoren bedanken sich bei den vielen Helfern, ohne die diese Wallfahrt so nicht möglich gewesen wäre.

(P.N.)