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Pfarrer Ralf Federwisch wird in Dinslaken in den Ruhestand verabschiedet

Am 10. November : Pfarrer Ralf Federwiesch – Querdenker im Ruhestand

Pfarrer Ralf Federwisch wird verabschiedet

(P.N.) Fast 15 Jahre wirkte Ralf Federwisch an seiner geliebten evangelischen Kirche in Möllen, Auf dem Bünder, war dort offen für viele Kunstprojekte, Benefizkonzerte, Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen. Der Pfarrer galt als Querdenker. Im Juni 2012 wurde Federwisch vom damaligen Superintendenten Martin Duscha als neuer Pfarrer an der Erlöserkirche in Dinslaken, Weißenburgstraße, in sein Amt eingeführt.

Jetzt heißt es auch von dort Abschied nehmen: Am Sonntag, 10. November, wird Pfarrer Ralf Federwisch in den Ruhestand verabschiedet. Der Gottesdienst zu seiner Verabschiedung findet um 15 Uhr in der Erlöserkirche statt. Hierzu und zum anschließenden Empfang wird herzlich eingeladen. Anstelle persönlicher Geschenke freut sich der Pfarrer über Spenden für den „Sinnesgarten“, ein Projekt, dessen Entstehung er über Jahre begleitet hat. Der gebürtige Kaarster absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Werkzeugmacher, holte nach Zivildienst und Predigerseminar das Abitur nach und studierte Theologie in Bonn. Seine Zeit im Vikariat und als Pfarrer im Hilfsdienst verbrachte er dann in der Umgebung seiner alten Heimat.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“: Das Lied nach einem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer begleitet den Pfarrer seit Bonner Tagen. Der von den Nazis hingerichtete Theologe hat Ralf Federwisch seit seinem Studium bewegt. „Mit Konfirmanden bespreche ich das Lied, erzähle dann von der Kirche im Dritten Reich und wie der Glaube Freiheit und Widerstand hervorbringen kann“, sagte der Pfarrer einmal im Gespräch. Federwisch schätzt Bonhoeffer als großen theologischen Querdenker: „Er hat viele Fragen gestellt, die die Kirche bis heute nicht beantwortet hat.“

(P.N.)