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Dinslaken: Personalrat beklagt Engpässe

Dinslaken : Personalrat beklagt Engpässe

Auch wenn die Zahl der Stellen im Dinslakener Rathaus in diesem Jahr erhöht werden soll, reicht das dem Personalrat nicht aus. Personalmangel herrsche beispielsweise in den Kindertagesstätten.

Der Stellenplan 2018, den die Verwaltung dem Finanzausschuss in dessen Sitzung am 6. März präsentiert, weist gegenüber 2017 eine Erhöhung um 31,52 Stellen aus. In seiner Stellungnahme weist der Personalrat allerdings darauf hin, dass es sich bei zwei Dritteln dieser Stellen nur um Entfristungen bereits erfolgter Einstellungen, die vom Stadtrat in den vergangenen zwölf Monaten beschlossen worden seien, handelt. Bei den dann noch verbleibenden neuen Stellen handele es sich vornehmlich um neue Aufgaben oder Aufgabenerweiterungen. Angesichts dessen, so schreibt er, falle "die seit Jahren vom Personalrat geforderte Personalaufstockung doch eher marginal aus". Neben dem von ihm schon lange beklagten fehlenden rund 20 Stellen für Mitarbeiter im Grünflächenbereich weist der Personalrat speziell auf den Personalmangel im Bereich der städtischen Kindertagesstätten hin. "Hier", so heißt es, "ist der Fachkräftemangel zwischenzeitlich so groß geworden, dass ein geordneter Tagesablauf nicht mehr in allen städtischen Einrichtungen gewährleistet werden kann." Es müsse schnellstens an tragbaren und dauerhaften Lösungen gearbeitet werden, um die städtischen Mitarbeiterinnen zu entlasten.

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Diese Stellungnahme des Personalrats deckt sich mit den Erfahrungen mancher Dinslakener Eltern. Wie berichtet, hatten die Eltern der städtischen Kindertagesstätte in der Hühnerheide im Januar Alarm geschlagen und sich darüber beschwert, dass die Betreuung ihrer Kinder aufgrund fehlender Fachkräfte nicht gewährleistet sei. Die Stadt hatte Personalengpässe eingeräumt, diese aber auf eine Verkettung der Umstände zurückgeführt, Inzwischen, so erklärte Stadtsprecher Marcel Sturm gesten auf Anfrage, sei man bei der Kita Hühnerheide auf einem guten Weg. Zuletzt habe die Stadt dort auf die durch Krankheit und Schwangerschaft bedingten Personalengpässe damit reagiert, dass sie Mitarbeiterinnen aus anderen Kitas dort eingesetzt habe. Im März nun würden drei neu eingestellte Mitarbeiterinnen ihren Dienst in der Kita aufnehmen. Grundsätzlich, so Sturm, halte die Stadt in ihren Kindertagesstätten nicht nur die gesetzlichen Regelungen ein, sondern gehe bei der Personalausstattung sogar über den im Kinderbildungsgesetz vorgesehenen Pflichtwert hinaus. Zudem beschäftige sie in jeder Einrichtung eine Hauswirtschaftskraft und eine Berufspraktikantin.

Kritik übt der Personalrat auch an befristeten Einstellungen. Eine ad-äquate Nachbesetzung von Stellen stellt sich aus seiner Sicht immer schwieriger dar. Dieses Problem sei nicht zuletzt den zeitlich befristeten Stellen geschuldet. Hiervon seien besonders der technische Bereich und die Kindertagesstätten betroffen. Mehrfach seien bei den Kindertagesstätten befristete Arbeitsverträge von nur drei Monaten abgeschlossen worden. Künftig, so der Personalrat, sollten unbefristete Stellen eingerichtet werden. Dies könnten auch Springerstellen sein, die für Personalengpässe und Krankenvertretungen vorgehalten werden könnten.

Die Verwaltungsspitze hat da eine etwas andere Sicht der Dinge. Die Haupursachen für Schwierigkeiten bei der Nachbesetzung von Stellen in Kitas sei der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt, so Stadtsprecher Sturm. Dieser Fachkräftemangel sei ein bundesweites Problem und mache sich auch in Dinslaken bemerkbar.

Grundsätzlich seien unbefristete Stellen zu begrüßen. Aber es gebe auch Sachgründe für Befristungen. Wenn durch Krankheit ein Engpass entstehe, sei es nicht möglich, eine unbefristete Vertretungsstelle einzurichten und so die Stelle dauerhaft doppelt zu besetzen.

(RP)