Dinslaken: Parkraumkonzept - Untersuchung läuft

Dinslaken : Parkraumkonzept - Untersuchung läuft

Wann die Dinslakener Verwaltung eine Vorlage zum Anwohnerparken erstellt, ist gegenwärtig noch nicht klar. Auch die notwendigen Berechnungen sind in vollem Gange und nach Aussage der Stadt ein komplexes Unterfangen.

Das Parken in der Innenstadt ist für viele dort wohnende Bürger oftmals mit der schwierigen und manchmal auch nervenaufreibenden Suche nach einem freien Parkplatz verbunden, denn Stellplätze sind dort Mangelware. Betroffene Anwohner der Blücherstraße und der Konrad-Adenauer-Straße haben sich deshalb schon an den Bürgermonitor der Rheinischen Post gewandt, auf ihre Situation aufmerksam gemacht und die Frage aufgeworfen, ob es möglich wäre, Anwohnerparken einzuführen, auch wenn für einen solchen Parkberechtigungsschein eine Gebühr bezahlt werden müsste. Die Dinslakener SPD-Fraktion hat in einem an Bürgermeister Michael Heidinger gerichteten Antrag nun gefordert, dass von der Verwaltung "ein Konzept zur Stellplatzpflicht flächendeckend für Dinslaken" erarbeitet wird.

In dem von dem sozialdemokratischen Fraktionsvorsitzenden Jürgen Buchmann unterzeichneten Antrag wird darauf aufmerksam gemacht, dass Kommunen unter bestimmten Bedingungen per Satzung Vorgaben für die Ausweisung von Stellplätzen machen können. Eine Regelung für Stellplätze wird für Dinslaken als zwingend notwendig angesehen. "Bereits heute haben wir in vielen Bereichen Engpässe an Stellflächen und Parkplätzen, insbesondere im Innenstadtbereich", heißt es in dem Antrag der SPD-Fraktion. "Teilweise muss auf der Straße geparkt werden, was vor allen im Bereich Altmarkt zu Problemen bei der Durchfahrt von Feuerwehr, Rettungswagen, aber auch Straßenreinigung und Müllwagen, führt", so Jürgen Buchmann. Die SPD-Fraktion sieht daher die Notwendigkeit, dass Dinslaken eine Satzung zur Stellplatzpflicht benötigt.

In Dinslaken wird es nach Aussage von Marcel Sturm, Pressesprecher der Stadt, grundsätzlich so gehandhabt, dass bei Einfamilienhäusern in der Regel zwei Stellplätze einzuplanen sind, bei Mehrfamilienhäusern sind es 1,5 pro Wohneinheit. Bei Gewerbebetrieben lasse sich das nicht so beziffern, es werde immer noch mal "im Einzelfall geschaut, um was für einen Betrieb es sich handelt, wie viele Mitarbeiter dort beschäftigt sind etc." Grundsätzlich seien immer die jeweiligen konkreten Fälle zu betrachten. "Eine Zahl an Stellplätzen darf nicht willkürlich benannt werden, sondern muss schon begründet bestimmt werden", so der Stadtsprecher.

Wann die Verwaltung eine Vorlage zum Thema Parkraumkonzept/Bewohnerparken macht, ist noch nicht klar. "Die Untersuchungen und Berechnungen dazu sind noch in vollem Gange und sind ein komplexes Unterfangen", so Marcel Sturm weiter.

(hsd)
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