Dinslaken: Parken Blücherstraße: eine Katastrophe

Dinslaken: Parken Blücherstraße: eine Katastrophe

Anwohner haben oft Schwierigkeiten, einen Stellplatz in der Nähe ihrer Wohnung zu finden. Einführung spezieller Parkausweise für Anlieger könnte die Parkplatzsituation verbessern.

Seit etwa sieben Jahren wohnt Silvia Dresenkamp an der Blücherstraße, direkt gegenüber dem Gebäudekomplex der Ernst-Barlach-Gesamtschule, der für die Mädchen und Jungen des fünften und sechsten Jahrgangs bestimmt ist. Dort einen Stellplatz in der Nähe der eigenen Wohnung zu finden, ist äußerst schwierig. Silvia Dresenkamp bezeichnet die Parksituation als katastrophal und hofft auf eine Verbesserung.

Eine Möglichkeit stellt nach ihrer Ansicht die Einführung eines Anwohnerparkens mit speziellen Ausweisen dar, wie sie der RP erklärte. Auch würde sie sich eine Verbesserung der Parksituation durch eine zeitliche Verkürzung des absoluten Halteverbotes versprechen, das an der Blücherstraße gilt.

Es sind nicht nur die Anwohner der Blücherstraße, die im Umkreis der Schule ihre Fahrzeuge abstellen, sondern auch Lehrkräfte und weitere Mitarbeiter der Gesamtschule, hinzu kommen nach Aussage von Silvia Dresenkamp "eine Tagespflege, eine Tierarztpraxis, eine Arztpraxis, ein Blumenladen sowie die nahe Anbindung an die Innenstadt, die die Parkplatzsuche weiter erschweren".

Und da es keine Anwohnerparkausweise gibt, müssen die motorisierten Bewohner der Blücherstraße beinahe täglich im weiteren Umkreis Parkplätze für ihre Fahrzeuge suchen und sind oftmals gezwungen, weitere Wege bis zu ihrer Wohnung in Kauf zu nehmen.

Auf der Straßenseite der Ernst-Barlach-Gesamtschule gilt montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr absolutes Halteverbot. Diese Parkverbotszone wirkt sich natürlich auch auf den Alltag der Anwohner aus. "Jeden Abend sind wir gezwungen zu prüfen, wo wir unser Auto abgestellt haben, um dieses gegebenenfalls noch mal umzustellen, wenn wir am Folgetag erst am späteren Morgen los müssen", so Dresenkamp. Wer vor 14 Uhr mit dem Wagen vom Einkaufen zurückkomme, sei gezwungen, den Wagen einige Straße weiter entfernt abzustellen und die vollen Einkaufstaschen zur Wohnung zu schleppen. Wer dies nicht mache, riskiere es, wegen verbotswidrigen Parkens ein Knöllchen zu kassieren. "Wenn Veranstaltungen in der Stadt sind, überlegt man sich, ob man das Auto überhaupt benutzt, um kurz etwas zu erledigen, aus Sorge, dass einer der heiß begehrten Parkplätze weg sein könnte." Das absolute Parkverbot, so erfuhr die Anwohnerin im Gespräch mit einem Polizisten, sei eingerichtet worden für Schulbusse, die die Schüler zum Schwimmen oder zum Sport fahren. Doch sieht Silvia Dresenkamp diesen Bus nur selten, auch begründe dies nicht ein Halteverbot von 7 bis 14 Uhr. In früheren Jahren habe die Polizei schon mal ein Auge zugedrückt, wenn kurz nach 7 Uhr oder in den Schulferien ein Wagen in der Halteverbotzone stand. Das habe sich geändert. Silvia Dresenkamp hofft, dass die Stadt die Situation an der Blücherstraße prüft und für bessere Parkmöglichkeiten für Anwohner sorgt.

(hsd)