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Dinslaken: Paketboten vor dem Fest im Dauerstress

Dinslaken : Paketboten vor dem Fest im Dauerstress

Die Tage unmittelbar vor dem Weihnachtsfest sind für die Boten des Paketdienstes DHL die stressigste Arbeitszeit des Jahres. Dabei gibt es für sie, auch in Dinslaken und Umgebung, Unterstützung vor den Feiertagen.

Kurz vor den Weihnachtstagen brummt nicht nur im Einzelhandel das Geschäft. Auch in der Dinslakener Zustellbasis der Deutschen Post DHL läuft vor den besinnlichen Feiertagen alles auch Hochbetrieb. Normalerweise kümmern sich für den Bereich Dinslaken 55 Paketboten darum, dass die Waren aus der Zustellbasis ihren Weg zu den Kunden in der Umgebung finden. Zur Weihnachtszeit machen sich 25 zusätzliche Aushilfen als Paketboten in den Fahrzeugen des Unternehmens auf den Weg. "Wenn mehr Pakete auszuliefern sind, braucht man dafür einfach mehr Personal", erklärt Britta Töllner, Pressesprecherin des Unternehmens. Bundesweit werden für die Paketlieferungen vor den Feiertagen rund 10.000 Aushilfen eingestellt. "Da das Paketgeschäft jährlich um rund zehn Prozent wächst, besteht da auch die Chance auf eine Festanstellung", sagt Britta Töllner. Man ist also gut vorbereitet auf die vorweihnachtliche Paketflut.

Normalerweise nehmen von der Zustellbasis in Dinslaken aus wöchentlich 50.000 Pakete ihren Weg zu den Kunden. "Vor den Weihnachtstagen sind es bis zu 70.000 Pakete in der Woche", berichtet Britta Töllner. Die werden in der DHL-Zustellbasis in Dinslaken vollautomatisch vorsortiert. "Die Boten können sich die Pakete für ihr jeweiliges Zustellgebiet per Teleskoprampe bis fast an ihr Fahrzeug heranfahren. Dann werden sie einsortiert. Da hat jeder Bote sein eigenes System. Die Mitarbeiter kennen ihre Zustellbereiche schließlich am Besten", erklärt Britta Töllner. Zwischen 180 und 200 Pakete nehmen die Boten jeweils mit auf ihre Touren. Die werden zur Weihnachtszeit allerdings nicht unbedingt schwerer.

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"Mehr Personal bedeutet natürlich auch, dass jeder Paketbote ein kleineres Zustellgebiet hat", erklärt Britta Töllner. "Außerdem kommt es in der Vorweihnachtszeit natürlich häufiger vor, dass ein Empfänger mehrere Pakete bekommt, als das sonst der Fall ist." Das bedeutet, dass die Zusteller teilweise gleich einen größeren Teil ihrer Ladung an an einer Adresse abliefern können.

Dabei haben die Paketboten ab und an schon eine relativ große Last zu tragen. "Die Pakete dürfen maximal bis 31,5 Kilogramm schwer sein", erklärt Britta Töllner. Dafür haben die Zusteller dann allerdings auch eine Sackkarre auf ihrem Wagen, welche den Transport schwerer Lieferungen erleichtert. Sollte es Waren zu versenden geben, die schwerer sind, springt die Spedition von DHL ein. Größere Elektrogeräte wie Waschmaschinen müssen die Paketboten also nicht durch die Gegend hieven. "Im Durchschnitt haben die Pakete ein Gewicht von fünf Kilo", erzählt Britta Töllner. Da kommt bei bis zu 200 Paketen am Tag noch einiges an Gewicht zusammen. Und so gibt es für die Zusteller Schulungen zum richtigen Heben.

Dabei findet sich unter den Sendungen in der Vorweihnachtszeit auch manchmal mehr oder minder Kurioses. "Wir haben in den vergangenen Wochen unheimlich viele künstliche Weihnachtsbäume ausgeliefert", erzählt Britta Töllner. Aber natürlich sind es meist Geschenke aus dem Versandhandel, die ihren Weg zu den Kunden finden. Das Bestellen über das Internet ist für viele zum Alltag geworden. Auch das ein Grund für das jährlich wachsende Paketgeschäft.

Es ist allerdings nicht so, dass mit den Feiertagen auch der ausgedehnte Einsatz der Paketboten Enden würde. Tatsächlich geht es für sie noch bis Ende Januar weiter. "Zu Weihnachten werden sehr viele Gutscheine verschenkt und die werden dann meistens nach Neujahr wieder eingelöst", erklärt Britta Töllner. "Und die Waren, die dann bestellt werden, müssen natürlich auch wieder ihren Weg zu den Kunden finden." Es gibt also auch 2017 noch einiges zu tun.

(RP)